Mehr als 40 Länder wollen den BRICS beitreten

24 Juli 2023

Mehr als 40 Länder haben formell oder informell ihr Interesse an einem Beitritt zu den BRICS bekundet. Die Allianz ist bereit, mit jedem zu sprechen, der eine integrativere und gerechtere Weltordnung anstrebt, sagte ein hochrangiger südafrikanischer Diplomat gegenüber RT.

Macron und weitere westliche Staatschefs nicht zum BRICS-Gipfel eingeladen

Die Vertreter der westlichen Großmächte – unter anderem der USA, Großbritanniens und Frankreichs – erhielten keine Einladung zum Gipfel.

BRICS-Gipfel: Ausladung von Putin zeigt, nicht alle Staaten der Gruppe sind wirklich souverän

Nach Angaben des Portals erklärte Sooklal in einer Rede am 20. Juli, dass Vertreter von 69 Ländern des Globalen Südens, darunter die Staats- und Regierungschefs von 54 afrikanischen Staaten, nicht aber westlicher Länder, zu dem Gipfel eingeladen worden seien. Sooklal fügte hinzu, dass zwar keine westlichen Vertreter eingeladen worden seien, man aber „weiterhin mit ihnen in Kontakt“ stehe.

Südafrikanischer Diplomat: Mehr als 40 Länder wollen den BRICS beitreten
Symbolbild

Mehr als 40 Länder haben ihr Interesse an einem Beitritt zu den BRICS bekundet, so Anil Sooklal, Südafrikas Botschafter für die Beziehungen zur BRICS-Allianz und den asiatischen Ländern. Der Diplomat sagte am Donnerstag vor Reportern in Johannesburg, dass 22 Länder einen formellen Antrag auf Mitgliedschaft in der Gruppe gestellt haben, während „eine gleiche Anzahl“ von Staaten „informell nach einer BRICS-Mitgliedschaft gefragt hat“.

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In einem Gespräch mit RT am Sonntag beschrieb Sooklal die BRICS als eine „integrative“ Organisation, die immer offen für einen Dialog mit der größeren globalen Gemeinschaft gewesen sei. Der Gruppe gehören derzeit Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika an, auf die über 40 Prozent der Weltbevölkerung und fast ein Viertel des weltweiten BIP entfallen. Sooklal erklärte, dass die BRICS nicht zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden unterscheiden und bereit sind, mit jedem Land zu sprechen, das die gleiche Vision für eine integrativere und gerechtere Weltordnung hat, in der wir große Teile der Welt nicht ausgrenzen“, einschließlich vieler Entwicklungsländer.

Der Diplomat wies darauf hin, dass die Vereinten Nationen noch keine umfassenden Reformen in Angriff genommen haben, die den Schwellenländern mehr Mitspracherecht einräumen würden, während die BRICS ihren eigenen Weg eingeschlagen haben, um diese Situation zu verbessern. Er betonte jedoch, dass der Block „nicht danach strebt, eine dominierende Wirtschaftsmacht zu werden“, sondern vielmehr „einen großen Einfluss auf eine integrative Art und Weise ausüben möchte, um auf Veränderungen hinzuwirken“.

„Wir wollen keine Welt, in der es nur einen oder zwei globale Hegemone gibt“, fügte er hinzu und erklärte, dass eine solche Machtverteilung zu einer Spaltung der Weltgemeinschaft führe.

Sooklal hatte zuvor gegenüber Journalisten erklärt, dass unter anderem Argentinien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zu den Ländern gehören, die dem Block beitreten wollen. Südafrika wird dieses Jahr Gastgeber des BRICS-Jahresgipfels sein, der vom 22. bis 24. August in Johannesburg stattfindet. Präsident Cyril Ramaphosa hat Einladungen an fast 70 Staats- und Regierungschefs verschickt.

USA betrachten BRICS-Gruppe als neue Fortsetzung der geopolitischen Blockbildung

https://odysee.com/@RTDE:e/BRICS-goes-goldstandard-s%C3%BCdafrikanischer-minister-spricht-von-entdollarisierung-beim-n%C3%A4chsten-gipfel:8?src=embed

https://de.rt.com/international/176011-suedafrikanischer-diplomat-mehr-als-40/

USA betrachten BRICS-Gruppe als neue Fortsetzung der geopolitischen Blockbildung

19 Juli 2023

US-Experten glauben, dass die Welt sich mit dem BRICS-Konzept auf eine Blockbildung zubewegt. Dieses Weltbild zeigt, laut der Chinesen, nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzen würden.

USA betrachten BRICS-Gruppe als neue Fortsetzung der geopolitischen Blockbildung
BRICS-Außenministertreffen am 1. Juni 2023

Die Frage, ob sich die BRICS-Erweiterung in ein Anti-US-Lager verwandeln wird, wurde kürzlich in einem Artikel erörtert, der von der US-Mainstream-Medienorganisation VOA veröffentlicht wurde. Es scheint, dass die USA internationale Mechanismen und multilaterale Kooperationsorganisationen, an denen China beteiligt ist, als „geopolitischen Block“ darstellen wollen. Denn die USA können nur mit dieser verzehrten Darstellung eine Basis für die Legitimierung ihres eigenen Vorstoßes zur Blockkonfrontation schaffen.

Vorstoß gegen US-Hegemonie: China verabschiedet sein erstes Gesetz über außenpolitische Linie

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Wang Yi, Direktor des Büros der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, und der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar vereinbarten vergangene Woche in Jakarta, „den BRICS-Erweiterungsprozess einzuleiten“. Südafrikas Vertreter bei der BRICS-Gruppe, Botschafter Anil Sooklal, stellte bereits im Mai fest, dass mehr als 30 Länder formell und informell einen Antrag auf Beitritt zu dem Bündnis gestellt hätten, darunter Iran, Kuba, Indonesien, Argentinien und viele andere wichtige regionale Mächte.

Sun Chenghao, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für internationale Sicherheit und Strategie an der Tsinghua-Universität, erklärte, dass die Länder dem BRICS-Staatenbund wegen des Mechanismus und der Plattform beitreten wollten. Die BRICS-Vereinigung sei eine Organisation, die auf die Entwicklungsbedürfnisse der einzelnen Länder eingehe. 

In dem Artikel der VOA heißt es, dass die BRICS-Staaten mit ihrer Erweiterung als neue geopolitische Kraft mehr Einfluss in der internationalen Gemeinschaft haben würden. Insbesondere würden Mitgliedstaaten die von den USA geführte internationale Ordnung zunehmend infrage stellen, heißt es in dem Artikel weiter.

Dies zeige nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzten. Es gebe verschiedene Arten von multilateralen Organisationen in der Welt, aber in den Augen der USA sei jede neue Organisation entweder ein Feind oder ein Freund, und es bestehe keine Notwendigkeit, einer Organisation beizutreten, wenn sie nicht der Konfrontation dient, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times.

„Die Länder, die den BRICS beitreten wollen, sagen in der Tat nein zu der von den USA angeführten Blockpolitik. Ihr Ziel ist es nicht, antiamerikanisch zu sein oder eine Konfrontation mit irgendeinem Land anzustreben, sondern souveräne Gleichheit und echte Zusammenarbeit zu erreichen.“

Den von VOA befragten Experten zufolge sollte Chinas Vorschlag, das BRICS-Bündnis zu erweitern, die Überlegung beinhalten, sich für einen Wettbewerb gegen die USA zu wappnen.

Die Mitgliedstaaten gehen nicht davon aus, dass der Beitritt zum BRICS-Bündnis einer Konfrontation mit den USA gleichkäme. Dies deute darauf hin, dass China nicht die Absicht habe, diese Länder in die Spannungen zwischen China und den USA hineinzuziehen. Der BRICS-Bund sei eine offene und integrative Organisation, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times

https://test.rtde.life/international/175644-usa-betrachten-brics-gruppe-als/

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