Putins deutliche Warnung an Polen vor einem militärischen Eingreifen in der Ukraine

Polen stellt Kampfeinheit an Grenze zu Russland und Weißrussland auf

(Symbolbild)AP Photo/Michal Dyjuk

Warschau wird ein Pionierbataillon aufstellen, das in der Stadt Augustów in der Suwałki-Lücke zwischen Weißrussland und dem russischen Gebiet Kaliningrad stationiert werden soll. Dies kündigt der polnische Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak auf Twitter an.

„Ein Pionierbataillon wird bald in Augustów aufgestellt. Dies ist eine weitere militärische Einheit, die wir von Grund auf aufbauen, und ich versichere Ihnen, dass es nicht die letzte sein wird.“

 Wagner-Kämpfer wollen auf „Tournee“ in den Westen gehen

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, 23. Juli 2023.Alexei Danitschew / Sputnik

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagt, dass er „anfängt, von den Wagner-Kämpfern gestresst zu werden“, weil sie in den Westen „auf Tournee“ gehen wollen. Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärte er:

„Vielleicht sollte ich das nicht sagen, aber ich werde es tun. Die Wagner-Kämpfer haben angefangen, uns zu stressen. ‚Wir wollen in den Westen gehen. Lassen Sie uns.‘ Ich fragte: ‚Warum wollt ihr in den Westen?‘ ‚Nun, um eine Tournee nach Warschau, nach Rzeszów zu machen.'“

Lukaschenko bemerkte:

„Ich halte sie im Zentrum von Weißrussland, wie vereinbart. Ich würde sie nicht dorthin verlegen wollen, weil ihre Laune schlecht ist. Und, das muss man ihnen lassen, sie wissen, was rund um den Unionsstaat passiert.“

https://de.rt.com/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/

Die polnischen Ambitionen

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 23. JULI 2023

von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Wenn der Kreml Videos zur internationalen Lage veröffentlicht, sind die immer auch eine Botschaft an das Ausland. Damit sich die Leser selbst ein Bild davon machen können, hat Thomas Röper das 12-minütige Video komplett übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Putin: Guten Tag, verehrte Kollegen!

Wir haben heute mehrere Themen, eins davon ist die Entwicklung der Beziehungen zu unseren Freunden auf dem afrikanischen Kontinent, da Russland bald Gastgeber des Russland-Afrika-Gipfels sein wird. Und eine Frage bezieht sich auf einen so wichtigen Bereich wie die Nutzung von Informationstechnologien, natürlich im Zusammenhang mit der Gewährleistung der Sicherheit des Landes.

Aber zu Beginn möchte ich fragen, ob jemand ein aktuelles Thema hat. Ja, bitte, Herr Sergej Jewgenjewitsch.

Naryschkin: Wladimir Wladimirowitsch, liebe Kollegen!

Nach Informationen, die der Dienst aus verschiedenen Quellen erhält, kommt das offizielle Warschau allmählich zu der Erkenntnis, dass die westliche Hilfe für Kiew nicht ausreicht, um die Ukraine für die damit beabsichtigten Ziele zu unterstützen. Mehr noch, man wird sich allmählich bewusst, dass die Niederlage der Ukraine nur eine Frage der Zeit ist.

In diesem Zusammenhang ist die polnische Führung zunehmend entschlossen, die westlichen Gebiete der Ukraine, die westlichen Regionen, unter Kontrolle zu nehmen, indem sie dort ihre Truppen stationiert. Dieser Schritt ist eine der Optionen, um die Erfüllung alliierter Verpflichtungen im Rahmen der polnisch-litauisch-ukrainischen Sicherheitsinitiative – des so genannten Lubliner Dreiecks – zu formalisieren.

Wir sehen, dass es in diesem Zusammenhang Pläne gibt, die litauisch-polnisch-ukrainische Allzweckbrigade, die unter der Schirmherrschaft dieses so genannten Lubliner Dreiecks operiert, erheblich aufzustocken.

Wir sind der Meinung, dass diese ziemlich gefährlichen Pläne der polnischen Führung genau beobachtet werden sollten.

Putin: Ja. Was Sergej Jewgenjewitsch gerade gesagt hat, sollten wir genauer betrachten. Diese Informationen sind bereits in der europäischen Presse, insbesondere in der französischen Presse, erschienen.

Ich denke, in diesem Zusammenhang ist es angebracht, sich auch an einige Lehren aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu erinnern.

Heute ist klar, dass die westlichen Kuratoren des Kiewer Regimes von den Ergebnissen der so genannten Gegenoffensive, die die derzeitigen ukrainischen Machthaber in den vergangenen Monaten lautstark angekündigt haben, eindeutig enttäuscht sind. Sie ist – zumindest bisher – ergebnislos. Weder die kolossalen Ressourcen, die in das Kiewer Regime „gepumpt“ wurden, noch die Lieferung westlicher Waffen – Panzer, Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge, Raketen – noch die Entsendung Tausender ausländischer Söldner und Berater, die auf die aktivste Art und Weise genutzt wurden, um die Front unserer Armee zu durchbrechen, haben geholfen

Gleichzeitig handelt das Kommando der Militäroperation professionell. Unsere Soldaten und Offiziere, Einheiten und Verbände erfüllen ihre Pflicht gegenüber dem Vaterland tapfer, standhaft und heldenhaft. Dabei sieht die ganze Welt, dass die gepriesene westliche, vermeintlich unbesiegbare Ausrüstung brennt und in ihren taktischen und technischen Daten sogar manchen Waffen sowjetischer Herkunft oft unterlegen ist.

Ja, natürlich können mehr westliche Waffen geliefert und in die Schlacht geworfen werden. Das fügt uns natürlich einen gewissen Schaden zu und verlängert den Konflikt.

Aber erstens sind die NATO-Arsenale und die Bestände an alten sowjetischen Waffen in einigen Staaten bereits weitgehend geleert worden, und

zweitens erlauben es die vorhandenen Produktionskapazitäten im Westen nicht, den Verbrauch der Reserven an Ausrüstung und Munition schnell wieder aufzufüllen. Sie brauchen zusätzliche, und zwar große, Ressourcen und mehr Zeit.

Die Mobilmachungsressourcen der Ukraine sind erschöpft.

Aber das Wichtigste ist, dass die ukrainischen Verbände durch die selbstmörderischen Angriffe enorme Verluste erlitten haben. Das sind Zehntausende, ja Zehntausende, von Menschen.

Und trotz der ständigen Razzien, der unaufhörlichen Wellen der totalen Mobilmachung in den Städten und Dörfern der Ukraine, wird es für das derzeitige Regime immer schwieriger, neue Rekruten an die Front zu schicken. Die Mobilmachungsressourcen des Landes sind erschöpft.

Die Menschen in der Ukraine stellen sich zunehmend eine Frage, eine berechtigte Frage: Wofür, für wessen egoistische Interessen, sterben ihre Verwandten und Freunde. Langsam, langsam, aber sicher kommt die Ernüchterung.

Wir sehen, dass sich auch in Europa die öffentliche Meinung ändert. Die Europäer und die Vertreter der europäischen Eliten sehen, dass die sogenannte Unterstützung für die Ukraine in Wirklichkeit eine Sackgasse ist, eine leere, endlose Verschwendung von Geld und Kräften, und in Wirklichkeit dient sie fremden Interessen, die weit entfernt von europäischen Interessen sind: den Interessen des globalen Hegemons in Übersee, der von der Schwächung Europas profitiert. Er profitiert auch von der endlosen Verlängerung des Ukraine-Konflikts.

Nach dem zu urteilen, was im wirklichen Leben geschieht, tun die heute herrschenden Eliten der USA genau das. Auf jeden Fall handeln sie nach dieser Logik. Ob diese Politik den wahren, grundlegenden Interessen des amerikanischen Volkes entspricht, ist eine große Frage, natürlich eine rhetorische Frage, aber das sollen sie selbst entscheiden.

Doch jetzt wird das Feuer des Krieges geschürt. Dazu werden die Ambitionen der Führer einiger osteuropäischer Staaten genutzt, die den Hass auf Russland und die Russophobie längst zu ihrem wichtigsten Exportgut und zu einem Instrument ihrer Innenpolitik gemacht haben. Und nun wollen sie sich an der ukrainischen Tragödie „die Hände wärmen“. (Anm. d. Übers.: Mit „die Hände wärmen“ wird auf Russisch illegitimes Geldverdienen, oft Korruption, oder andere unfaire Vorteilsnahme bezeichnet)

In diesem Zusammenhang bin ich gezwungen, das eben Gesagte und die Presseberichte über Pläne zur Schaffung der sogenannten polnisch-litauisch-ukrainischen Einheit kommentieren. Das heißt, es handelt sich nicht um irgendeine Ansammlung von Söldnern – davon gibt es genug und sie werden vernichtet -, sondern um eine reguläre, organisierte, ausgerüstete Militäreinheit, die für Operationen auf ukrainischem Gebiet genutzt werden soll. Unter anderem zur angeblichen Gewährleistung der Sicherheit der modernen Westukraine, aber de facto, wenn wir die Dinge beim richtigen Namen nennen, zur späteren Okkupation dieser Gebiete. Denn die Perspektive ist offensichtlich: Wenn polnische Einheiten beispielsweise in Lwow oder anderen Gebieten der Ukraine einmarschieren, werden sie dort bleiben. Und zwar werden sie dort für immer bleiben.

Und das ist übrigens nichts Neues. Ich möchte daran erinnern, dass polnische Einheiten nach der Niederlage Deutschlands und seiner Verbündeten am Ende des Ersten Weltkriegs Lwow und die angrenzenden Gebiete, die damals zu Österreich-Ungarn gehörten, besetzt haben.

Polen nutzte auf Betreiben des Westens auch die Tragödie des russischen Bürgerkriegs aus und annektierte einige historisch russische Provinzen. Unser Land, das sich damals in einer schwierigen Lage befand, war gezwungen, 1921 den Vertrag von Riga zu unterzeichnen und die Annexion seiner Gebiete anzuerkennen.

Und sogar noch früher, im Jahr 1920, eroberte Polen einen Teil Litauens – die Region Vilna, das Gebiet um das heutige Vilnius. Eigentlich kämpften sie gemeinsam mit den Litauern gegen den so genannten „russischen Imperialismus“, doch sobald sich eine Gelegenheit bot, haben sie ihren Nachbarn sofort ein Stück Land „entrissen“.

Polen beteiligte sich bekanntlich an der Aufteilung der Tschechoslowakei als Ergebnis des Münchner Abkommens mit Hitler im Jahr 1938. Es besetzte das teschische Schlesien vollständig.

In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es in den sogenannten östlichen Kresy Polens – und das ist das Gebiet der Westukraine, Westweißrusslands und eines Teils Litauens – zu einer brutalen Polonisierung und Assimilierung der dortigen Bevölkerung, zur Unterdrückung der nationalen Kulturen und der Orthodoxie.

Ich erinnere auch daran, wie diese aggressive Politik für Polen endete. Sie endete mit der nationalen Tragödie von 1939, als die westlichen Alliierten Polen der deutschen Kriegsmaschinerie zum Fraß vorgeworfen haben und es faktisch seine Unabhängigkeit und Staatlichkeit verlor, die dann zum großen Teil dank der Sowjetunion wiederhergestellt wurde. Und dank der Sowjetunion, dank Stalins Position, gewann Polen bedeutende Gebiete im Westen, Gebiete von Deutschland. Genau so ist es, die westlichen Gebiete des heutigen Polens sind Stalins Geschenk an die Polen.

Haben unsere Freunde in Warschau das vergessen? Wir erinnern sie daran.

Heute sehen wir, dass das Regime in Kiew bereit ist, alles zu tun, um seine korrupte „Haut“ zu retten und seine Existenz zu verlängern. Die Menschen in der Ukraine, ihre Souveränität und ihre nationalen Interessen sind ihnen wurscht.

Sie werden alles hergeben, Menschen und Land. Übrigens ebenso wie ihre ideologischen Vorgänger, die 1920 die sogenannten geheimen Konventionen mit Polen geschlossen haben, wonach sie Polen im Gegenzug für militärische Unterstützung die Gebiete Galizien und Westwolhynien überließen. Diese Verräter sind auch heute noch bereit, die Tore für fremde Herren zu öffnen und die Ukraine erneut zu verkaufen.

Was die polnischen Führer betrifft, so rechnen sie wahrscheinlich damit, eine Koalition unter dem Dach der NATO zu bilden und direkt in den Konflikt in der Ukraine einzugreifen, um dann ein größeres Stück für sich selbst „herauszureißen“, um, wie sie meinen, ihre historischen Gebiete – die heutige Westukraine – zurückzugewinnen. Bekanntlich träumen sie auch von weißrussischen Gebieten.

Was die Politik des ukrainischen Regimes angeht, so ist das seine Sache. Wenn sie, wie Verräter es tun, etwas aufgeben, etwas verkaufen, ihre Herren mit etwas bezahlen wollen, dann ist das, ich wiederhole, ihre Sache. Wir werden uns da nicht einmischen.

Aber was Weißrussland betrifft, so ist es Teil des Unionsstaates, und eine Aggression gegen Weißrussland bedeutet eine Aggression gegen die Russische Föderation. Darauf werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren.

Die polnische Regierung, die ihre revanchistischen Pläne ausbrütet, sagt ihrem Volk auch nicht die Wahrheit. Und die Wahrheit ist, dass der Westen eindeutig nicht genug ukrainisches „Kanonenfutter“ hat. Daher planen sie, neues entbehrliches Material zu verwenden – die Polen selbst, Litauer und weiter auf der Liste. Alle, um die es nicht schade ist.

Ich sage eins: Das ist ein sehr gefährliches Spiel und die Urheber derartiger Pläne sollten über die Folgen nachdenken.

Sergej Jewgenjewitsch, ich hoffe, dass Ihr Dienst und auch unsere anderen Geheimdienste die Entwicklung der Ereignisse genau verfolgen werden.

Lassen Sie uns nun zu unseren eigentlichen Themen kommen.

Ende der Übersetzung

Polens Präsident spricht offen über Annektierung der Westukraine

Ist eine Union zwischen Polen und der Ukraine möglich?

Deutschlands Schwäche und Polens Ambitionen in der Ukraine

https://www.anti-spiegel.ru/2023/putins-deutliche-warnung-an-polen-vor-einem-militaerischen-eingreifen-in-der-ukraine/embed/#?secret=2RFW1Ta94Y

Ein Kommentar zu „Putins deutliche Warnung an Polen vor einem militärischen Eingreifen in der Ukraine

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