23 Aug. 2023 19:28 Uhr
Mindestens 22 Länder stehen Schlange, um dem bisher fünf Mitglieder umfassenden Bündnis nichtwestlicher Wirtschaftsgiganten BRICS beizutreten. Bei Gipfeltreffen in Johannesburg haben sich die Gründungsmitglieder nach Medienberichten auf Kriterien für die Aufnahme neuer Mitglieder und einen Aufnahmemechanismus verständigt.

Die BRICS-Länder haben eine Einigung über die Erweiterung der Union erzielt, sagte die südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor gegenüber Ubuntu Radio.
„Wir haben uns in der Frage der Erweiterung geeinigt, wir haben ein Dokument angenommen, das <…> Prinzipien und Prozesse für die Prüfung von Ländern festlegt, die Mitglieder der BRICS werden wollen“, sagte sie.

Meinung
Putins Rede beim BRICS-Wirtschaftsforum war fair und ausgewogen
Heute vereinigen die BRICS fünf Länder. 22 weitere Länder haben bereits ihren Wunsch geäußert, dem Wirtschaftsblock beizutreten: Ägypten, Algerien, Argentinien, Bangladesch, Bahrain, Bolivien, Kuba, Äthiopien, Honduras, Indonesien, Iran, Kasachstan, Kuwait, Marokko, Nigeria, Palästina, Saudi-Arabien, Senegal, Thailand, VAE, Venezuela und Vietnam.
2022 hatten die BRICS angekündigt, die Zahl der Mitgliedsländer erhöhen zu wollen, um die Organisation inklusiver zu machen. Zum damaligen Zeitpunkt hatten 19 Länder ihr Beitrittsinteresse bekundet.
Der BRICS-Gipfel findet vom 22. bis 24. August in Johannesburg statt. An ihm nehmen die Staats- und Regierungschefs Chinas, Indiens, Brasiliens und Südafrikas teil. Russland ist durch Außenminister Sergei Lawrow vertreten. Präsident Wladimir Putin nimmt per Videokonferenz an dem Gipfeltreffen teil.
https://de.rt.com/international/178701-auf-erweiterungskurs-brics-beschliessen-kriterien/
Geopolitische Zeitenwende: Wird BRICS den Westen als dominierende Kraft in der Weltordnung ablösen?
BRICS-Gipfel in Südafrika: Der Gegenpol zu der vom Westen dominierten Weltordnung
Die Bedeutung des BRICS-Gipfels, der an diesem Dienstag begann, geht weit über die enorme Wirtschaftsleistung der Mitgliedstaaten hinaus, wonach die derzeitigen Mitglieder mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung und ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung repräsentieren. Die Fünfergruppe aus Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika ist nämlich dabei, sich zu einem Gegenpol zu der lange vom Westen beherrschten Weltordnung um die USA zu entwickeln.
Die Entwicklung der Gruppe stellt ein Symptom einer grundlegenden Neuverteilung der geopolitischen Machtverhältnisse dar. Da die westliche Vorherrschaft ihren Höhepunkt schon überschritten hat, ist es nun nur noch eine Frage der Zeit, wann die alternative Organisation BRICS den Westen als einzige und dominierende Kraft in der Weltordnung ablösen wird. USA zielen darauf ab, soweit es geht, diesen Prozess zu verlangsamen, damit sie Zeit für eine neue Strategie zu der neuen Befestigung ihrer Herrschaftsstrukturen auf der Welt gewinnen.

BRICS-Gipfel in Südafrika: Der Gegenpol zu der vom Westen dominierten Weltordnung
Im Globalen Süden hat sich ein neues Selbstbewusstsein herausgebildet, das westliche Belehrungen nicht mehr hinnimmt, sondern stärker auf eigene Interessen und Traditionen achtet. Die BRICS-Gruppe bietet mittlerweile eine Entwicklungsbank und einen Währungsreservefonds, was als Gegenentwurf zu den westlich geprägten Institutionen Weltbank und IWF zu verstehen ist. Die BRICS-Staaten wollen nicht nur die Dominanz des Dollars durch Handel in ihren eigenen Währungen verringern, sondern auch eine neue goldgedeckte Währung anstreben. Die USA nutzen längst ihre Hoheit über den Dollar und den Einfluss auf das internationale Abrechnungssystem SWIFT vermehrt dafür aus, um exterritoriale Finanzsanktionen gegen die Länder des Globalen Südens durchzusetzen.
In den westlichen Medien wird oft kritisiert, dass BRICS ein heterogenes Bündnis sei: während Russland und China BRICS zu sehr zu einem antiwestlichen Block formen wollten, der sich den G7 entgegenstelle, zielten Brasilien, Indien und Südafrika eher darauf ab, die Beziehungen zwischen dem Westen und dem Globalen Süden auszubalancieren. Fakt ist, dass Indien zunehmend enge Beziehungen mit dem Westen und historische Spannungen mit China hat. Dabei ist aber nicht zu unterschlagen, dass BRICS keinen homogenen Block wie die NATO oder die EU bilden, sondern die Machtgewichte auf geopolitischen Karten deutlich Richtung Osten verschieben will. Darüber sind sich alle Mitgliedsstaaten einig.
Trotz des Ukraine-Krieges und der anschließenden Stärkung der Beziehungen zwischen Moskau und Peking haben sich Indien, Brasilien und Südafrika aus diesem Grund auf einem schmalen Grat bewegt und sich nicht den westlichen Sanktionen oder anderen Maßnahmen gegen Russland angeschlossen. Dies zeugt von dem Zusammenhalt der Mitgliedstaaten inmitten der geopolitischen Machtverschiebungen auf der Welt. Da der Einfluss des Westens immer weiter zurückgeht – das jüngste Beispiel ist die Niger-Krise –, wächst unter anderem in Afrika, Lateinamerika und aufstrebenden asiatischen Mächten wie Indien die Forderung, das unipolare System nach dem Kalten Krieg zu überwinden.
19 Juli 2023 21:04 Uhr
US-Experten glauben, dass die Welt sich mit dem BRICS-Konzept auf eine Blockbildung zubewegt. Dieses Weltbild zeigt, laut der Chinesen, nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzen würden.

Die Frage, ob sich die BRICS-Erweiterung in ein Anti-US-Lager verwandeln wird, wurde kürzlich in einem Artikel erörtert, der von der US-Mainstream-Medienorganisation VOA veröffentlicht wurde. Es scheint, dass die USA internationale Mechanismen und multilaterale Kooperationsorganisationen, an denen China beteiligt ist, als „geopolitischen Block“ darstellen wollen. Denn die USA können nur mit dieser verzehrten Darstellung eine Basis für die Legitimierung ihres eigenen Vorstoßes zur Blockkonfrontation schaffen.

Vorstoß gegen US-Hegemonie: China verabschiedet sein erstes Gesetz über außenpolitische Linie
Wang Yi, Direktor des Büros der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, und der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar vereinbarten vergangene Woche in Jakarta, „den BRICS-Erweiterungsprozess einzuleiten“. Südafrikas Vertreter bei der BRICS-Gruppe, Botschafter Anil Sooklal, stellte bereits im Mai fest, dass mehr als 30 Länder formell und informell einen Antrag auf Beitritt zu dem Bündnis gestellt hätten, darunter Iran, Kuba, Indonesien, Argentinien und viele andere wichtige regionale Mächte.
Sun Chenghao, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für internationale Sicherheit und Strategie an der Tsinghua-Universität, erklärte, dass die Länder dem BRICS-Staatenbund wegen des Mechanismus und der Plattform beitreten wollten. Die BRICS-Vereinigung sei eine Organisation, die auf die Entwicklungsbedürfnisse der einzelnen Länder eingehe.
In dem Artikel der VOA heißt es, dass die BRICS-Staaten mit ihrer Erweiterung als neue geopolitische Kraft mehr Einfluss in der internationalen Gemeinschaft haben würden. Insbesondere würden Mitgliedstaaten die von den USA geführte internationale Ordnung zunehmend infrage stellen, heißt es in dem Artikel weiter.
Dies zeige nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzten. Es gebe verschiedene Arten von multilateralen Organisationen in der Welt, aber in den Augen der USA sei jede neue Organisation entweder ein Feind oder ein Freund, und es bestehe keine Notwendigkeit, einer Organisation beizutreten, wenn sie nicht der Konfrontation dient, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times.
„Die Länder, die den BRICS beitreten wollen, sagen in der Tat nein zu der von den USA angeführten Blockpolitik. Ihr Ziel ist es nicht, antiamerikanisch zu sein oder eine Konfrontation mit irgendeinem Land anzustreben, sondern souveräne Gleichheit und echte Zusammenarbeit zu erreichen.“
Den von VOA befragten Experten zufolge sollte Chinas Vorschlag, das BRICS-Bündnis zu erweitern, die Überlegung beinhalten, sich für einen Wettbewerb gegen die USA zu wappnen.
Die Mitgliedstaaten gehen nicht davon aus, dass der Beitritt zum BRICS-Bündnis einer Konfrontation mit den USA gleichkäme. Dies deute darauf hin, dass China nicht die Absicht habe, diese Länder in die Spannungen zwischen China und den USA hineinzuziehen. Der BRICS-Bund sei eine offene und integrative Organisation, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times.
https://freedert.online/international/178621-geopolitische-zeitenwende-wird-brics-westen/
Chinas Präsident fordert BRICS-Erweiterung

„China steht fest auf der richtigen Seite der Geschichte und glaubt, dass eine gerechte Sache zum Wohle der Allgemeinheit verfolgt werden sollte“, sagte Xi auf einem Wirtschaftsforum, das von Handelsminister Wang Wentao geleitet wurde. Xi sagte, die BRICS würden weiter wachsen, „ungeachtet der Widerstände, die es geben mag“. „Im Moment vollziehen sich die Veränderungen in der Welt, in unserer Zeit und in der Geschichte in einer Weise, wie es sie noch nie gegeben hat, und bringen die menschliche Gesellschaft an einen kritischen Punkt“, betonte er.
China und Russland, die beide von den USA stark sanktioniert wurden, sind sehr daran interessiert, die BRICS zu erweitern, um ein Gegengewicht zur westlichen Dominanz über internationale Institutionen und Angelegenheiten zu schaffen.
Indien und Brasilien sollen sich gegen den Versuch Chinas gewehrt haben, die BRICS-Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften rasch zu erweitern, um ihren politischen Einfluss zu erhöhen und den USA entgegenzuwirken. Darüber berichtete kürzlich der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Beamte. Die Länder hätten in Vorbereitungsgesprächen für ein Gipfeltreffen in Johannesburg, bei dem Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika eine mögliche Erweiterung der BRICS-Gruppe um Indonesien und Saudi-Arabien erörtern werden, Einwände erhoben. Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar erklärte kürzlich, es müssten erst ganz klare Kriterien definiert werden, bis neue Mitglieder aufgenommen werden könnten.
Saudi-Arabien, Indonesien, Iran, Argentinien und Ägypten gehören zu den Ländern, die ihr Interesse an einem Beitritt zu dem Block bekundet haben, dem derzeit Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika angehören und der etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung und mehr als 25 Prozent der Weltwirtschaft repräsentiert.
Mehr zum Thema – USA betrachten BRICS-Gruppe als neue Fortsetzung der geopolitischen Blockbildung
https://de.rt.com/international/178632-zum-auftakt-brics-gipfels-chinas/
BRICS-Gipfel in Südafrika: Der Gegenpol zu der vom Westen dominierten Weltordnung
22 Aug. 2023 13:15 Uhr
Globaler Süden gegen Westen: BRICS könnte den Dollar mithilfe einer eigenen Währung herausfordern. Der Westen hat in letzten Jahrzehnten durch Sanktionen und Militärinterventionen sowie Petrodollar-System die Weltordnung dominiert. Ab heute treffen sich die Staatschefs der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) zu einem dreitägigen Gipfeltreffen in Johannesburg.BRICS Business Forum 2023 in Sandton am 22. August 2023Quelle: AFP © Gianluigi Guercia
Ab heute kommen die Staats- und Regierungschefs der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) zu einem dreitägigen Gipfeltreffen zusammen, das die Aufmerksamkeit von Hauptstädten aus aller Welt, vor allem aus dem Westen auf sich ziehen dürfte. Die BRICS-Staaten sehen sich nicht mehr nur als loser Zusammenschluss von Volkswirtschaften, sondern sie beanspruchen eine wichtige Rolle als Stimme des Globalen Südens in einer Welt, die von dem Westen um die USA dominiert wird.

Lawrow vor BRICS-Gipfel: „Weltgemeinschaft ist Erpressung der westlichen Eliten überdrüssig“
Zu dem drei Tage langen Gipfel, der am Dienstag in Sandton, dem Finanzzentrum von Johannesburg, beginnt, werden der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Indiens Ministerpräsident Narendra Modi und der chinesische Staats- und Parteichefchef Xi Jinping, sowie Außenminister Sergej Lawrow erwartet. Brasiliens Präsident Lula sagte kürzlich in einem Interview mit der südafrikanischen Sunday Times, er hätte es besser gefunden, wenn Putin nach Südafrika geflogen wäre. Es gebe wichtige globale Themen zu besprechen, wie Frieden und den Kampf gegen Ungleichheit. Der Westen hinderte den russischen Präsidenten mithilfe des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gegen ihn sowie des enormen Drucks auf Südafrika an der Teilnahme am Gipfel.
Das Treffen steht unter der Überschrift: „BRICS und Afrika: Partnerschaft für beiderseitig beschleunigtes Wachstum, nachhaltige Entwicklung und integrativen Multilateralismus“. Nach südafrikanischen Angaben haben 23 Staaten formell eine Aufnahme beantragt. Genannt wurden unter anderem Argentinien, Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Indonesien. Die große Zahl von Anträgen ist ein Zeichen dafür, dass BRICS eine Führungsrolle im Globalen Süden zugeschrieben wird.
Wie schon auf dem Vortreffen der BRICS-Außenminister im Juni wird vermutlich auch über Pläne gesprochen, den Handel und Finanztransaktionen unter den BRICS verstärkt in lokalen Währungen, statt dem US-Dollar abzuwickeln. BRICS könnte den Dollar mithilfe einer eigenen Währung herausfordern. Der Westen hat in letzten Jahrzehnten durch Sanktionen und Militärinterventionen sowie das Petrodollar-System die Weltordnung dominiert. BRICS hat sich insofern als Gegengewicht zu der westlichen Ordnung in Stellung gebracht, die besonders in den südlichen Teilen der Welt als ein Instrument zur Durchsetzung der US-Interessen angesehen wird.

Südafrikas Botschafter bei BRICS: Antirussische Sanktionen haben keinen Einfluss auf BRICS
Im Jahr 2015 wurde die Neue Entwicklungsbank (NDB) – damals noch unter dem Namen BRICS-Entwicklungsbank – mit Sitz in Shanghai gegründet, um den BRICS-Mitgliedern mehr Kontrolle über die Entwicklungsfinanzierung zu geben und eine Alternative zu den von den USA geführten Institutionen wie dem IWF und der Weltbank zu bieten. Die BRICS-Gruppe steht für 26 Prozent der Weltwirtschaft. Die fünf BRICS-Staaten haben schon ein gemeinsames Bruttoinlandsprodukt (BIP), das größer ist als das der G-7-Staaten, gemessen an der Kaufkraftparität.
Die USA haben ihre bilateralen Beziehungen zu Südafrika, Brasilien und Indien kürzlich erneut betont, um den Einfluss Russlands und Chinas, der von den BRICS-Staaten ausgeht, auszugleichen. Da Xi, Lula, Modi und Ramaphosa in Südafrika zusammenkamen, sagte der Sprecher der Europäischen Kommission, Peter Stano, die EU fordere sie auf, den Moment zu nutzen, um das Völkerrecht (Anspielung auf den Ukraine-Krieg) aufrechtzuerhalten.
Trotz des Ukraine-Krieges und der anschließenden Stärkung der Beziehungen zwischen Moskau und Peking haben sich Indien, Brasilien und Südafrika auf einem schmalen Grat bewegt und sich nicht den westlichen Sanktionen oder anderen Maßnahmen gegen Russland angeschlossen. Dies zeugt von dem Zusammenhalt der Mitgliedstaaten inmitten der geopolitischen Machtverschiebungen auf der Weltkarte. Da der Einfluss des Westens immer weiter zurückgeht – das jüngste Beispiel ist die Niger-Krise –, wächst unter anderem in Afrika, Lateinamerika und aufstrebenden asiatischen Mächten wie Indien die Forderung, das unipolare System nach dem Kalten Krieg zu überwinden.
Geopolitische Zeitenwende: Macrons Balanceakt zwischen USA und „Globalem Süden“
https://de.rt.com/international/178511-brics-gipfel-in-suedafrika-gegenpol/
USA betrachten BRICS-Gruppe als neue Fortsetzung der geopolitischen Blockbildung
Juli 2023 21:04 Uhr
US-Experten glauben, dass die Welt sich mit dem BRICS-Konzept auf eine Blockbildung zubewegt. Dieses Weltbild zeigt, laut der Chinesen, nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzen würden.

Die Frage, ob sich die BRICS-Erweiterung in ein Anti-US-Lager verwandeln wird, wurde kürzlich in einem Artikel erörtert, der von der US-Mainstream-Medienorganisation VOA veröffentlicht wurde. Es scheint, dass die USA internationale Mechanismen und multilaterale Kooperationsorganisationen, an denen China beteiligt ist, als „geopolitischen Block“ darstellen wollen. Denn die USA können nur mit dieser verzehrten Darstellung eine Basis für die Legitimierung ihres eigenen Vorstoßes zur Blockkonfrontation schaffen.

Vorstoß gegen US-Hegemonie: China verabschiedet sein erstes Gesetz über außenpolitische Linie
Wang Yi, Direktor des Büros der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, und der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar vereinbarten vergangene Woche in Jakarta, „den BRICS-Erweiterungsprozess einzuleiten“. Südafrikas Vertreter bei der BRICS-Gruppe, Botschafter Anil Sooklal, stellte bereits im Mai fest, dass mehr als 30 Länder formell und informell einen Antrag auf Beitritt zu dem Bündnis gestellt hätten, darunter Iran, Kuba, Indonesien, Argentinien und viele andere wichtige regionale Mächte.
Sun Chenghao, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für internationale Sicherheit und Strategie an der Tsinghua-Universität, erklärte, dass die Länder dem BRICS-Staatenbund wegen des Mechanismus und der Plattform beitreten wollten. Die BRICS-Vereinigung sei eine Organisation, die auf die Entwicklungsbedürfnisse der einzelnen Länder eingehe.
In dem Artikel der VOA heißt es, dass die BRICS-Staaten mit ihrer Erweiterung als neue geopolitische Kraft mehr Einfluss in der internationalen Gemeinschaft haben würden. Insbesondere würden Mitgliedstaaten die von den USA geführte internationale Ordnung zunehmend infrage stellen, heißt es in dem Artikel weiter.
Dies zeige nicht nur die grundlegende Logik der USA in Bezug auf die Blockkonfrontation, sondern spiegele auch den Trend wider, dass sich immer mehr Länder der Hegemonie der USA widersetzten. Es gebe verschiedene Arten von multilateralen Organisationen in der Welt, aber in den Augen der USA sei jede neue Organisation entweder ein Feind oder ein Freund, und es bestehe keine Notwendigkeit, einer Organisation beizutreten, wenn sie nicht der Konfrontation dient, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times.
„Die Länder, die den BRICS beitreten wollen, sagen in der Tat nein zu der von den USA angeführten Blockpolitik. Ihr Ziel ist es nicht, antiamerikanisch zu sein oder eine Konfrontation mit irgendeinem Land anzustreben, sondern souveräne Gleichheit und echte Zusammenarbeit zu erreichen.“
Den von VOA befragten Experten zufolge sollte Chinas Vorschlag, das BRICS-Bündnis zu erweitern, die Überlegung beinhalten, sich für einen Wettbewerb gegen die USA zu wappnen.
Die Mitgliedstaaten gehen nicht davon aus, dass der Beitritt zum BRICS-Bündnis einer Konfrontation mit den USA gleichkäme. Dies deute darauf hin, dass China nicht die Absicht habe, diese Länder in die Spannungen zwischen China und den USA hineinzuziehen. Der BRICS-Bund sei eine offene und integrative Organisation, kommentierte die chinesische Zeitung Global Times.