Wichtige westliche Verbündete zeigen allmählich, die Hilfe für Kiew könne und werde nicht unbegrenzt andauern, berichtet die US-Zeitung The Washington Times. So zitiert die Zeitung unter anderen den ehemaligen stellvertretenden US-Verteidigungsminister für Europa- und NATO-Politik, Jim Townsend, der sagte:
„Ermüdung ist der natürliche Zustand jedes Krieges, insbesondere wenn die Vereinigten Staaten oder andere Demokratien beteiligt sind. Wir werden schnell müde und wollen rasche Fortschritte.“
Manche Experten räumen laut The Washington Times ein, es gebe zunehmend Grund zur Besorgnis, vor allem angesichts der Tatsache, dass es in den USA „praktisch keine Bereitschaft gibt, sich in einen weiteren jahrelangen Krieg Tausende von Kilometern entfernt einzumischen“. Die Zeitung erklärt, dass auch in der EU die Situation um nichts besser sei:
„Auch in Europa werden die Spannungen immer deutlicher. Aus den Wahlen in der Slowakei am Wochenende gingen der ehemalige Ministerpräsident Robert Fico und seine Smer-Partei als Spitzenkandidaten hervor. Fico hat erklärt, er wolle die Militärhilfe des Landes für die Ukraine beenden und befürwortet sofortige Friedensgespräche zwischen Kiew und Moskau. Diese Haltung deckt sich mit den Positionen einiger republikanischer Präsidentschaftskandidaten, die sagen, dass es für Washington an der Zeit ist, seinen Einfluss geltend zu machen, um auf Frieden zu drängen, anstatt einen Krieg mit offenem Ende zu führen, dessen Kosten in die Höhe schießen.“
Nur wenige Stunden Überlebenschance für ukrainische Soldaten angesichts hoher Verluste
Angesichts der hohen Verluste betrage die Überlebenschance eines ukrainischen Soldaten nach Angaben des Fachportals Military Watch Magazine manchmal nur noch wenige Stunden. Deshalb sei auch die Zahl der ukrainischen Wehrpflichtigen, die sich freiwillig ergeben, erheblich gestiegen. In einem Artikel zu diesem Thema heißt es:
„Die Intensität des russischen Artilleriebeschusses und die sehr kurze Ausbildungsdauer der ukrainischen Wehrpflichtigen wurden immer wieder als Hauptgründe für die große Zahl der Opfer der ukrainischen Streitkräfte hervorgehoben. Westliche Quellen haben zunehmend auf die sehr begrenzte Ausbildung der mobilisierten Wehrpflichtigen hingewiesen, bevor sie an die Front geschickt werden: Das Wall Street Journal berichtete im Mai, dass einfache Männer aus den Dörfern nach nur zwei Nächten im Stützpunkt an die Front geschickt werden.
Der Zeitung zufolge verlangen die ukrainischen Offiziere von den Wehrpflichtigen, sie sollten auf dem Schlachtfeld trainieren, um den fast vollständigen Mangel an Ausbildung auszugleichen.“

Musk verspottet Selenskij wegen Hilfsforderungen
„Weiß deutsche Öffentlichkeit davon?“ – Musk zofft sich wegen Migrationspolitik mit Auswärtigen Amt

2 Okt. 2023 16:47 Uhr
Es vergeht kaum ein Tag, an dem Elon Musk nicht mit Nachrichten auf seinem Kurznachrichtendienst X für Schlagzeilen sorgt. In einem seiner letzten Posts auf X macht sich der Tech-Milliardär mit einem Meme über den ukrainischen Präsidenten lustig.
Der CEO von SpaceX und Tesla, Elon Musk, verspottet den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij wegen seiner Forderungen nach mehr finanzieller Unterstützung seitens der USA und ihrer Verbündeten im Konflikt mit Russland.
In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) teilte Musk am Sonntag das beliebte Meme „gestresster Kerl“ mit dem Gesicht von Selenskij und der Bildunterschrift:
„Wenn schon fünf Minuten vergangen sind und du noch nicht um eine Milliarde Dollar an Hilfe gebeten hast.“
Das Meme „gestresster Typ“ zeigt das Bild eines männlichen Schülers, dessen Nacken und Stirn von geschwollenen Adern durchzogen sind, während er neben einem Mädchen in einem Klassenzimmer sitzt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hatte der Beitrag bereits über 40 Millionen Aufrufe und fast 500.000 Likes.
SpaceX: Elon Musk vor Milliardendeal mit dem Pentagon
Musks Beitrag erfolgte, nachdem Selenskij im September bei einem Besuch in Washington versucht hatte, mehr Unterstützung aus den USA zu erhalten. Nach Angaben des Mehrheitsführers im US-Senat, Chuck Schumer, sagte der ukrainische Präsident zu ihm:
„Wenn wir keine Hilfe bekommen, werden wir den Krieg verlieren.“
Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat Kiew seit Beginn des Konflikts mit Russland im Februar 2022 rund 46 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Die in letzter Minute am Samstag im Kongress erzielte Einigung über den Haushalt, mit der die USA eine Stilllegung der Regierung verhindern konnten, enthielt jedoch keine Mittel für die Ukraine.
Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, der zu denjenigen Republikanern gehörte, die sich gegen die von der Regierung Biden beantragte Aufstockung der Mittel für die Ukraine um sechs Milliarden US-Dollar aussprachen, erklärte, der Schutz der US-amerikanischen Grenzen müsse Vorrang haben.
Die Selenskij-Regierung zählte Musk zu Beginn des Konflikts mit Russland zu ihren Unterstützern, als SpaceX der Ukraine Starlink-Satelliten-Internet-Terminals im Wert von 80 Millionen US-Dollar spendete. Die Streitkräfte Kiews haben sich bei der Kommunikation stark auf dieses System verlassen.

Digitales Dienstleistungsgesetz: Elon Musk wird von der EU zur Zensur auf X gezwungen
Der Milliardär war jedoch im vergangenen Oktober in einen Streit mit ukrainischen Beamten und Nutzern sozialer Medien verwickelt, nachdem er einen Friedensplan zur Beilegung des Konflikts vorgeschlagen hatte. Musk schlug vor, dass Russland „die Wahlen in den annektierten Gebieten unter Aufsicht der UNO wiederholen“ sollte, während sich die Ukraine zur Neutralität verpflichten und ihren Anspruch auf die Krim aufgeben würde.
Vier ehemalige ukrainische Territorien stimmten vor einem Jahr für den Anschluss an Russland ‒ vergleichbar mit der Krim, die 2014 nach einem vom Westen unterstützten Putsch in Kiew ein ähnliches Referendum abgehalten hatte.
Selenskij reagierte auf diese Idee mit einer Umfrage in den sozialen Medien, in der er seine Anhänger fragte, welchen Elon Musk sie mehr mögen ‒ den, der die Ukraine unterstützt, oder den, der Russland unterstützt.
Der damalige Botschafter Kiews in Deutschland, Andrei Melnik, ging noch weiter und sagte dem US-Milliardär, er solle sich „verpissen“. Einige Tage nach dem Streit hatte das ukrainische Militär Berichten zufolge Probleme mit den Starlink-Diensten.
In der im September erschienenen Biografie des Historikers Walter Isaacson über Musk wird ein Vorfall vom vergangenen Herbst beschrieben, bei dem der Milliardär seine Ingenieure angeblich angewiesen haben soll, die Satelliten-Internetverbindung auf der Krim abzuschalten, als die Ukraine versuchte, die russische Halbinsel mit Drohnen anzugreifen. Laut Isaacson kam der Tech-Unternehmer zu dem Schluss, dass „die Zulassung der Nutzung von Starlink für den Angriff […] eine Katastrophe für die Welt sein könnte“.
Der ukrainische Präsidentenberater Michail Podoljak behauptete, Musk würde mit seiner Entscheidung „Böses begehen und Böses fördern„, was das Ergebnis eines „Cocktails aus Ignoranz und großem Ego“ sei.
https://de.rt.com/international/182444-musk-verspottet-selenskij-wegen-hilfsforderungen/
„Weiß deutsche Öffentlichkeit davon?“ – Musk zofft sich wegen Migrationspolitik mit Auswärtigen Amt
30 Sep. 2023 12:59 Uhr
Der US-amerikanische Tech-Milliardär Elon Musk und das Bundesaußenministerium haben sich auf X (ehemals Twitter) einen Schlagabtausch geliefert. Auslöser sind deutsche NGOs, die Migranten nach Italien bringen. Laut Musk hat das „etwas von einer Invasion“.


Der US-Milliardär Elon Musk hat auf seiner Internetplattform X die Hilfe von deutschen NGOs für Migranten im Mittelmeer kritisiert. Dabei wendete er sich direkt an das Bundesaußenministerium.
UNHCR: 2023 erreichten bereits 186.000 Migranten Europa über das Mittelmeer
Musk bezog sich in seinem Kommentar am Freitag auf einen italienischen Post, der die AfD gelobt und gleichzeitig kritisiert hatte, dass Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen mit deutscher Unterstützung Migranten aufnehmen.
„Weiß die deutsche Öffentlichkeit davon?“, fragte Musk auf der früher als Twitter bekannten Plattform, die ihm gehört. Das Auswärtige Amt reagierte über seinen englischsprachigen X-Account prompt und antwortete:
„Ja. Und das nennt man Leben retten.“
Doch Musk legte nach und schrieb:
„Ihr seid also wirklich stolz darauf. Interessant. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass die Mehrheit der deutschen Öffentlichkeit dies befürwortet. Haben Sie eine Umfrage durchgeführt?“
Wenn Deutschland große Mengen „illegaler Einwanderer“ auf italienischen Boden transportiere, habe das „Invasions-Vibes“, so Musk weiter.
Über das Thema hatte es in den vergangenen Tagen eine Auseinandersetzung zwischen den Regierungen in Rom und Berlin gegeben. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte in einem Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert, dass die deutsche Regierung Organisationen, die sich in Italien um Bootsmigranten kümmern, finanziell unterstützen will.
Rom betrachte dies als Einmischung in innere Angelegenheiten. Das Auswärtige Amt hatte im Gegenzug darauf verwiesen, dass damit ein Beschluss des Bundestages umgesetzt wird.

https://odysee.com/@RTDE:e/Italienischer-Au%C3%9Fenminister-Werde-Baerbock-fragen-warum-ihre-NGOs-keine-Migranten-nach-Deutschland-bringen:d?src=embed
Italienische Ermittlungen: Deutsche Flüchtlingsretter kooperieren mit kriminellen Schleppern
https://freeassange.rtde.life/international/182302-weiss-deutsche-oeffentlichkeit-davon-musk/