Irans Verteidigungsminister stellt USA Ultimatum

 Israels Kulturminister befürwortet Atombombenabwurf auf Gazastreifen

5 Nov. 2023 11:20 Uhr

Die Bilder und Videos aus dem Grenzgebiet des Gazastreifens und Israel schockieren die Welt. Mit dem Angriff der Hamas auf Israel kam es nun zu einer neuen Eskalation der Gewalt. Die israelische Armee startete am 9. Oktober eine unbarmherzige Militäroperation gegen den Gazastreifen.

Die iranische Nachrichtenagentur „Tasniem“ zitiert Irans Verteidigungsminister, Brigadegeneral Mohammad-Reza Gharaei Ashtiani, mit den Worten:

„Wir raten den Amerikanern, den Krieg zwischen Israel und Palästina sofort zu beenden und einen Waffenstillstand durchzusetzen, andernfalls werden die USA einen schweren Schlag erleiden.“

Aktuell verzichten Iran und sein Verbündeter, die Hisbollah im Libanon, darauf, neue Fronten gegen Israel zu eröffnen. Die Rhetorik hat sich dennoch seit dem jüngsten Ausbruch des Nahost-Konflikts verschärft.

Am Samstag hatte Ashtiani verlautbart, dass kein Land der Welt in der Lage sei, Iran anzugreifen. Damit bezog sich der Verteidigungsminister offenbar auf Irans strategische Lage mit seiner langen Küstenlinie am Persischen Golf und am Meer von Oman.

Der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower und die ihn begleitende Angriffsgruppe passierten Anfang dieser Woche die Straße von Gibraltar. Seither befinden sich zwei US-Flugzeugträgergruppen im Mittelmeer.

Die USS Gerald R. Ford und ihre Begleitschiffe befinden sich bereits seit einiger Zeit im östlichen Mittelmeer.

Pentagon bestätigt Verlegung eines atomwaffenfähigen SSGN-U-Boots in den Nahen Osten

Jedes der SSGN-U-Bootklasse kann laut Darlegungen „154 Tomahawk-Marschflugkörper tragen„. Dies wären 50 Prozent mehr als die US-Lenkwaffenzerstörer und „fast das Vierfache dessen, was die neuesten Angriffs-U-Boote der US-Marine an Bord haben“. Bereits im April wurde bekannt, dass laut US-Marine die USS Florida, eines der beiden an der Ostküste stationierten SSGN, im Nahen Osten im Einsatz war.

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 Pro-Palästina-Demonstranten beschädigen Zaun des Weißen Hauses

Zehntausende hatten in Washington, D.C., demonstriert. Sie forderten einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas und beklagten, dass in Gaza ein Völkermord stattfinde.

https://odysee.com/@RTDE:e/Proteste_f%C3%BCr_Gaza:4?src=embed

In der Türkei haben die Teilnehmer einer pro-palästinensischen Kundgebung versucht, den US-Luftwaffenstützpunkt Incirlik nahe der Stadt Adana zu stürmen.

Die Demonstranten sollen das Ende der Bombardierung des Gazastreifens, die Schließung des Luftwaffenstützpunkts und die Beendigung der Unterstützung für Israel gefordert haben.

https://odysee.com/@RTDE:e/studententag-im-iran:8?src=embed&t=110.727218

 Israels Kulturminister befürwortet Atombombenabwurf auf Gazastreifen

Amihai Elijahu, Israels Kulturminister und Mitglied der Partei Otzma Jehudit, sieht es laut eigenen Angaben als eine Möglichkeit an, eine Atombombe über dem Gazastreifen abzuwerfen. Laut der Zeitung The Times of Israel sprach sich der Minister außerdem gegen Unterstützung für die Zivilbevölkerung aus.

Man würde auch „den Nazis keine humanitäre Hilfe geben“ und so etwas wie unbeteiligte Zivilisten gebe es dort nicht. Zur Frage nach dem Schicksal der Palästinenser sagte Elijahu, sie könnten nach Irland oder in die Wüste gehen, „die Monster in Gaza“ sollten selbst eine Lösung finden.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Minister für das Kulturerbe, Amihai Elijahu, der die nukleare Bombardierung des Gazastreifens als „eine der Möglichkeiten“ für den Konflikt bezeichnet hatte, von den Regierungssitzungen suspendiert, berichtet Radio Kan.

In einem Interview mit dem Radiosender Kol Berama hatte Elijahu den Abwurf einer Atombombe auf den Gazastreifen befürwortet. Er sprach sich auch dagegen aus, humanitäre Hilfe in die Enklave zu lassen. Israel werde „keine humanitäre Hilfe an die Nazis übergeben“ und „es gibt keine unbeteiligten Zivilisten im Gazastreifen“, so der Minister.

Elijahu ist Mitglied der nationalistischen zionistischen Partei Otzma Jehudit (Starkes Israel), die von dem für skandalöse antipalästinensische Äußerungen bekannten Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir angeführt wird. Die Ideologie der Partei lehnt die Möglichkeit der Gründung eines palästinensischen Staates westlich des Jordans ab.

Israels Kulturminister befürwortet Atombombenabwurf auf Gazastreifen

https://freeassange.rtde.life/international/185682-beinhaltet-ukraine-krieg-gefahr-atomwaffeneinsatzes

Genozid-Vorwürfe werden lauter

Derweil wächst die internationale Kritik an Israel, wonach das Vorgehen des Landes im Gazastreifen einem Genozid am palästinensischen Volk gleichkomme. Am 19. Oktober reichten 100 Menschenrechtsorganisationen und sechs Genozid-Experten einen offenen Brief am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein und forderten darin, gegen israelische Offizielle wegen Völkermord zu ermitteln. Verschiedene Organisationen werfen zudem den USA vor, sich mit ihrer Unterstützung Israels und der zurückhaltenden Kritik am israelischen Vorgehen indirekt an einem Genozid zu beteiligen.

Auch der israelische Menschenrechtler Neve Gordon kritisiert, dass sich das Land einer entmenschlichenden Strategie zunutze mache, um Angriffe auf zivile Gebiete zu rechtfertigen. Aussagen wie jene vom israelischen Verteidigungsminister Yoav Gallant, wonach man «gegen Tiere» kämpfe, seien klare Beispiele für eine Strategie, mit der Kriegsverbrechen legitimiert werden sollen.

Das ist zu Israels Atomwaffen bekannt

Während die israelische Regierung offiziell nicht einräumt, Atomwaffen zu besitzen, ist seit 1985 öffentlich bekannt, dass das Land auch über nukleare Waffen verfügt. Nebst den Ländern Indien, Pakistan und Nordkorea hat auch Israel den Atomwaffensperrvertrag, der die internationale Abrüstung von nuklearen Waffen regeln soll, nicht unterzeichnet.

Nebst bodengestützten Raketen soll das Land auch über nuklearwaffenfähige U-Boote verfügen. Das britische Forschungsinstitut IISS schätzte die Zahl der israelischen Atom-Sprengköpfe im Jahr 2009 auf bis zu 200 Stück.

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