China kontert US-Blockade bei Chips mit Exportverbot bei Spezialmaschinen

Peking, 21. Dez (Reuters)

China, der weltweit größte Verarbeiter der Seltenen Erden verbot am Donnerstag die Ausfuhr von Technologien zur ihrer Gewinnung und Trennung.

Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 Elementen, die unter anderem bei der Herstellung von Magneten zum Einsatz kommen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von Smartphones, Elektromotoren, medizinischen Geräten, Produkten der Rüstungsindustrie , Windturbinen und Elektronik.

Für die Veredelung besitzt China faktisch ein Monopol.

Auch wenn Seltene Erden weltweit viel häufiger vorkommen als es der Name vermuten lässt, so ist ihre Förderung aufwendig und ebenfalls fest in chinesischer Hand.

Mit der jüngsten Exportverschärfung baut China seine Vorherrschaft über mehrere strategische Metalle aus. Im Oktober führte Peking etwa Exportkontrollen für Graphit ein. China ist der weltgrößte Graphit-Produzent und verarbeitet außerdem mehr als 90 Prozent der weltweiten Graphitmenge zu Material, das in praktisch allen Elektroautobatterien verwendet wird.

Die USA erhalten ihre Handelsschranken aufrecht, und China erwidert. Und wählt eine Technologie, die der Westen nicht besitzt.

21 Dez. 2023 21:50 Uhr

Bloomberg: China kontert US-Blockade bei Chips mit Exportverbot bei Spezialmaschinen
Abbau seltener Erden in Baotao, Innere Mongolei

Die Vereinigten Staaten versuchen auf verschiedenste Weise, den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas zu behindern. Ein dabei eingesetztes Mittel ist beispielsweise das Verbot, Maschinen zur Herstellung hochwertiger Computerchips nach China zu exportieren. Ein Verbot, das allerdings, wenn man nach Berichten der chinesischen Presse geht, durch die Entwicklung eigener Maschinen inzwischen weitgehend unwirksam gemacht wurde.

Pläne verkündet

Gleichzeitig haben die Vereinigten Staaten – und auch die EU – Pläne verkündet, nach denen sie die „Abhängigkeit“ von chinesischen Produkten im Bereich der seltenen Erden verringern wollen. Zwei Drittel aller weltweit verwendeten seltenen Erden werden in China abgebaut. Die Pläne der westlichen Staaten sehen vor, andere mögliche Lieferanten zu suchen und dort die Förderung zu erhöhen.

Die seltenen Erden sind siebzehn verschiedene Metalle, die „Erden“ genannt wurden, weil sie in der Natur nicht rein, sondern nur als Oxide zu finden sind. Die Farbe von LEDs beispielsweise wird durch die verwendeten seltenen Erden bestimmt. Sie werden für Smartphones und Elektromotoren benötigt, aber auch in der Elektronik, in Windrädern und in verschiedenen Produkten der Rüstungsindustrie kommen sie zum Einsatz.

Die erste Reaktion aus China waren Exportbeschränkungen für Gallium, Germanium und Graphit.

Der jetzt erfolgte Nachschlag dürfte die ganze, als „Abkoppeln“ schöngeredete Wirtschaftskriegsführung

deutlich erschweren. jetzt wurde nämlich der Export der Technologie zur Verarbeitung seltener Erden verboten.

Und während der chinesische Anteil beim Abbau bei zwei Dritteln liegt, beträgt er bei der Verarbeitung hundert Prozent.

„Bis vor kurzem gab es außerhalb Chinas kaum irgendeine Raffinerie für seltene Erden. Das bedeutet, seine Unternehmen und Forscher haben sich einen bedeutenden technologischen und praktischen Vorteil darin erarbeitet, diese seltenen Erden abzuscheiden und zu bearbeiten, während die Kenntnisse andernorts hinterherhinken“,

schreibt Bloomberg.

Das angestrebte „Abkoppeln“ könnte sich also als eine größere technologische Herausforderung erweisen, als die westlichen Staaten erwartet haben.

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„Die russischen Truppen führen erfolgreich ihre aktive Verteidigung durch.“

ArchivbildSERGEI GUNEJEW / Sputnik

Seit Februar 2022 habe das ukrainische Militär mehr als 5.200 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, mehr als 1.300 Geschütze, 200 Mehrfachraketenwerfer, mehr als 23.000 Anti-Panzer-Waffen, 1.200 Flugabwehrraketenkomplexe sowie mehr als 100 Flugzeuge und Hubschrauber und 23.000 Drohnen bekommen.

Bei einer Pressekonferenz für ausländische Militärattachés in Moskau hat der russische Generalstabchef Waleri Gerassimow den USA vorgeworfen, den Ukraine-Konflikt absichtlich in die Länge zu ziehen. Der Vize-Verteidigungsminister begründete dies mit den anhaltenden westlichen Waffenlieferungen an die Regierung in Kiew.

In den USA und in den europäischen Ländern seien ungefähr 100.000 ukrainische Soldaten ausgebildet worden. Großbritannien und Frankreich hätten den ukrainischen Streitkräften mehr als 200 Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow und SCALP übergeben, die unter anderem gegen zivile Infrastrukturobjekte im Donbass und auf der Krim eingesetzt würden.     

„Trotz der vom Westen erwiesenen umfassenden militärischen und finanziellen Hilfe für die Ukraine und trotz der totalen Mobilisierung ukrainischer Bürger erfüllen die Streitkräfte der Russischen Föderation weiterhin erfolgreich ihre Aufgaben, um die Ziele der militärischen Sonderoperation zu erreichen, die der Oberste Befehlshaber bestimmt hat.“

Als Hauptaufgabe im Jahr 2023 bezeichnete Gerassimow die Abwehr der ukrainischen Gegenoffensive.

Kiews Ziel sei es gewesen, Russland vom Landkorridor zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim abzuschneiden und innerhalb von 15 Tagen die Stadt Melitopol zu blockieren, um dann das Asowsche Meer, die Stadt Mariupol und die Krim-Grenze zu erreichen. Zu diesem Zweck habe der Gegner mit Unterstützung des Westens am Frontabschnitt Saporoschje einen 80 Bataillone und 230 Kampfpanzer großen Truppenverband zusammengezogen.

Die Offensive habe am 4. Juni begonnen, sei aber gescheitert. Der Gegner habe es nicht einmal geschafft, die taktische Verteidigungszone der russischen Truppen zu überwinden.

Kiews Verluste binnen dieses Halbjahres bezifferte Gerassimow auf etwa 160.000 Mann. Zerstört worden seien 766 Kampfpanzer, 121 Flugzeuge und 23 Hubschrauber.

„Die russischen Truppen führen erfolgreich ihre aktive Verteidigung durch, halten die Fronten entlang der gesamten Kontaktlinie und erweitern kontinuierlich ihre Kontrollzone an allen Frontabschnitten.“

Um die Ziele der Sonderoperation zu erreichen, greife Russland mit hochpräzisen Langstreckenwaffen Kommandostellen, Rüstungsbetriebe und andere wichtige Militärziele in der Ukraine an, gab der Generalstabchef bekannt.

Europa wurde zur Arena der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen

Archivbild: Das Gebäude des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation in Moskau.NATALJA SELIWJORSTOWA / Sputnik

Am Donnerstag hat der russische Generalstabchef und Vize-Verteidigungsminister Waleri Gerassimow eine Pressekonferenz für ausländische Militärattachés abgehalten. Bei der Veranstaltung in Moskau zog der Armeegeneral die Bilanz des Jahres 2023 und stellte einen „umfangreichen weltweiten Wandel in der militärpolitischen Situation“ fest.

Washington versuche mit allen Mitteln, die „westzentrische“ Weltordnung aufrechtzuerhalten. Die US-Regierung wolle sich die globale Dominanz sichern, um anderen Ländern ihren Willen aufzuzwingen und die berechtigten Interessen anderer Länder im Sicherheitsbereich zu unterdrücken.

„Der europäische Kontinent wurde zur Arena der Konfrontation zwischen dem Westen und der Russischen Föderation im politischen und wirtschaftlichen Bereich.“

Gerassimow machte auf die „beschleunigte Integration“ Schwedens und Finnlands in die NATO und die steigende Truppenpräsenz der Allianz in Osteuropa, an der Ostsee und im Schwarzmeerraum aufmerksam.

„Alljährlich werden an den westlichen Grenzen Russlands ungefähr 40 größere Übungen durchgeführt, deren Szenarien auf einer bewaffneten Konfrontation mit unserem Land basieren.“

Die Ukraine-Krise sei ein Schlüsselfaktor, der die militärpolitische Situation in der Region und auch weltweit präge.

Dabei handele es sich um einen hybriden Stellvertreterkrieg der USA und ihrer Verbündeten gegen Russland.

Dieser Krieg werde „mit den Händen des ukrainischen Volkes“ geführt, betonte Gerassimow.

Der Generalstabschef verteidigte Russlands militärische Sonderoperation in der Ukraine mit der These, dass Washington Kiew zu einer gewaltsamen Lösung des Donbass-Konfliktes angeregt und das militärische Potenzial des Landes jahrelang aktiv gesteigert habe.

Der Westen habe Russlands Forderung nach einem Abkommen über gegenseitige Sicherheitsgarantien ignoriert.

https://de.rt.com/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/

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