Werden auf nukleare Provokationen mit Atomschlag reagieren

21 Dez. 2023 21:12 Uhr

Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat bei einem Treffen mit dem Militär am Mittwoch angekündigt, dass Pjöngjang bei jeder atomaren Bedrohung durch Drittstaaten sofort Atomwaffen einsetzen wird. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. 

Kim Jong-un: Werden auf nukleare Provokationen mit Atomschlag reagieren
Nordkoreas Interkontinentalrakete (ICBM) vom Typ Hwasong-18. Aufnahme vom 27. Juli 2023

Einem Bericht der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zufolge hat der Staatschef Kim Jong-un am Mittwoch ein Treffen mit den Militärangehörigen abgehalten, die am jüngsten Teststart der ballistischen Interkontinentalrakete Hwasong-18 beteiligt waren. Kim gratulierte den Mitarbeitern zum erfolgreichen Start. Er wird mit den Worten zitiert:

„Entschlossene militärische Aktivitäten sind ein Beweis für die Weiterentwicklung der nuklearen Strategie und der Doktrin, wonach die DVRK selbst mit einem nuklearen Angriff nicht zögern wird, wenn der Feind einen solchen mit Atomwaffen provoziert.“

Wie es heißt, sei Kim „zutiefst beeindruckt von der Kampfkraft“ der Raketenabteilung gewesen, die bei der Übung „hohe Mobilität und schnelle Angriffsfähigkeit“ gezeigt habe.

Nordkorea kündigt entschlossenere Maßnahmen gegen Bedrohungen aus USA an

Nordkorea kündigt entschlossenere Maßnahmen gegen Bedrohungen aus USA an

Zuvor hatte Nordkorea offiziell bestätigt, am Montag eine ballistische Interkontinentalrakete (ICBM) vom Typ Hwasong-18 getestet zu haben.

Es handele sich um die erste Interkontinentalrakete Nordkoreas, die mit Festtreibstoff betrieben werde und somit besonders schnell einsatzbereit sei. Die Rakete sei bis auf eine Höhe von 6.518 Kilometern gestiegen, mehr als 1.000 Kilometer weit geflogen und habe ihr Ziel genau getroffen, meldete KCNA. Die Übung habe keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit der Nachbarländer gehabt.

ICBM-Teststart sei ein bedeutsamer militärischer Akt gewesen, um „den Feinden“ eine hohe Reaktionsbereitschaft, aber auch die Stärke der strategischen Atomwaffen Nordkoreas vor Augen zu führen, berichteten Staatsmedien mit Hinblick auf die Aktivitäten der USA und Südkoreas in der Region. Südkoreanische und japanische Medien teilten mit, die Rakete sei außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans über dem Japanischen Meer niedergegangen.

 Pjöngjang warnt: Krieg zwischen beiden Koreas nur noch Frage der Zeit

https://de.rt.com/asien/190533-kim-jong-un-werden-auf/

Nordkorea kündigt entschlossenere Maßnahmen gegen Bedrohungen aus USA an

16 Nov. 2023 13:05 Uhr

Nach der gemeinsamen Luftübung der USA und Südkoreas am Mittwoch, an der ein atomwaffenfähiger US-Bomber vom Typ B-52 teilgenommen hat, kündigt Nordkorea entschlossenere Gegenmaßnahmen an. Pjöngjang macht Washington und seine Verbündeten für die Eskalation verantwortlich.

Nordkorea kündigt entschlossenere Maßnahmen gegen Bedrohungen aus USA an
Auf dem Archivbild: Eine Militärparade in Pjöngjang, 27. Juli 2023.

Das nordkoreanische Verteidigungsministerium hat über die Nachrichtenagentur KCNA eine Erklärung veröffentlicht, in der es eine entschlossenere Reaktion auf – darunter nukleare – Bedrohungen aus den USA ankündigt. Pjöngjang macht darin allein Washington und seine „Satelliten“ für die wachsenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verantwortlich. Wörtlich heißt es:

„Um auf die neue Instabilität auf der koreanischen Halbinsel und auf den sich ändernden Charakter der militärischen Herausforderungen durch die USA und ihre Verbündeten zu reagieren, werden die Streitkräfte der DVRK unterschiedliche Bedrohungen für die nationalen Interessen im Sicherheitsbereich mit offensiveren und überwältigenderen Gegenmaßnahmen und mit der strategischen Abschreckung im Militärbereich kontrollieren.“

Nordkorea testet neue Feststofftriebwerke für ballistische Mittelstreckenraketen

Nordkorea testet neue Feststofftriebwerke für ballistische Mittelstreckenraketen

Raketen mit Feststoffantrieb gelten als zuverlässiger, weil sie vor dem Start nicht betankt werden müssen und daher schneller startbereit sind. Darüber hinaus sind sie mobiler und leichter zu verbergen.

Ende September hatte Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un die militärischen Aktivitäten Seouls, Tokios und Washingtons in der Region scharf verurteilt. Den Zusammenschluss der drei Länder bezeichnete er als „Asien-NATO“, die für Krieg und Aggression sorge.

In der Erklärung der nordkoreanischen Militärbehörde wird darauf hingewiesen, dass Washington und Seoul bei einem Besuch des Pentagon-Chefs Lloyd Austin in Südkorea eine aktualisierte Abschreckungsstrategie beschlossen haben, die einen Präventivschlag gegen Pjöngjang ermöglicht.

Außerdem macht Nordkorea darauf aufmerksam, dass die USA, Südkorea und Japan neulich vereinbart haben, Daten über nordkoreanische Raketenstarts in Echtzeit auszutauschen. Somit zeigten die „feindlichen Kräfte“, dass ihr Kurs gegen Nordkorea „alles andere als defensiv“ sei. Vielmehr verfolgten sie das Ziel, eine bewaffnete Invasion zu ermöglichen, so das nordkoreanische Verteidigungsministerium.

„Der Grund, warum es bislang trotz des gefährlichen Konfrontationsniveaus zu keinen militärischen Zusammenstößen gekommen ist, besteht darin, dass die Streitkräfte der DVRK die militärischen Machenschaften der USA und ihrer Verbündeten eindämmen, indem Nordkorea seine Bereitschaft zu entschlossenen Gegenmaßnahmen aufrechterhält.“

Die Erklärung des nordkoreanischen Verteidigungsministeriums kommt, nachdem Südkorea und die USA am Mittwoch über dem Gelben Meer eine gemeinsame Luftübung abgehalten haben. Neben Kampfflugzeugen vom Typ F-35A, F-15K, F-35B und F-16 nahm daran ein atomwaffenfähiger US-Langstreckenbomber vom Typ B-52 teil. 

Nordkorea droht mit „Raketenregen“ als Reaktion auf Versenden von Flugblättern aus Südkorea

https://de.rt.com/asien/187192-nordkorea-kuendigt-entschlossenere-massnahmen-gegen-bedrohungen-aus-an/

Pjöngjang warnt: Krieg zwischen beiden Koreas nur noch Frage der Zeit

5 Dez. 2023 13:55 Uhr

Nachdem Südkorea nach dem Start eines nordkoreanischen Spionagesatelliten ein wichtiges Militärabkommen aus dem Jahr 2018 teilweise ausgesetzt hat, warnt die Führung in Pjöngjang vor einem Krieg auf der Halbinsel. Pjöngjang sieht keine Mechanismen zur Krisenprävention.

Pjöngjang warnt: Krieg zwischen beiden Koreas nur noch Frage der Zeit
Dieses am 1. Dezember von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitete Foto zeigt einen Besuch Kim Jong-uns im nordkoreanischen Luftwaffenkommando.

Die Spannungen zwischen Pjöngjang und Seoul sind derzeit so akut wie seit Jahren nicht mehr. Wie ein nordkoreanischer Militärkolumnist der Nachrichtenagentur KCNA feststellt, sei das Risiko eines bewaffneten Konfliktes auf der Koreanischen Halbinsel inzwischen äußerst hoch. Als Grund dafür wird die Aussetzung eines Militärvertrags zwischen Pjöngjang und Seoul aus dem Jahr 2018 genannt, der die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel reduzieren sollte.

„Der physische Zusammenstoß und der Krieg auf der Koreanischen Halbinsel sind nun eine Frage der Zeit und keine Möglichkeit mehr.“

Der Verfasser des Artikels warnt vor den Gefahren, die das „totale Verschwinden des minimalen Mechanismus und der roten Linie zur Prävention eines zufälligen militärischen Konfliktes“ entlang der Demarkationslinie zwischen den beiden Ländern mit sich bringt.

Der Regierung in Seoul wird vorgeworfen, die Vereinbarung aus dem Jahr 2018 null und nichtig gemacht zu haben.

„Jeder feindselige Akt vonseiten der Marionetten in Seoul gegen die Demokratische Volksrepublik Korea wird zur jämmerlichen Zerstörung der Marionettenarmee und zum totalen Zusammenbruch der Republik Korea führen.“

Am 19. September 2018 hatten Nordkorea und Südkorea vereinbart, entlang der Grenze eine Flugverbotszone einzurichten, Manöver und Schießübungen entlang der See- und Landgrenze einzustellen und militärische Wachposten aus der erweiterten Pufferzone zurückzuziehen.

Das Abkommen kam bei einem Gipfeltreffen zwischen dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un zustande.

Nordkorea warnt USA vor Sabotage seiner Satelliten: Kriegserklärung und Zerstörung von US-Satelliten

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Nachdem das nordkoreanische Militär am 21. November 2023 erstmals erfolgreich einen Spionagesatelliten ins All gestartet hatte, setzte die Regierung in Seoul am folgenden Tag eine Klausel in der Vereinbarung aus und machte den Weg frei, die Überwachung und die Luftaufklärung in der demilitarisierten Zone zwischen den beiden Koreas wiederaufzunehmen. Außerdem warf Seoul Pjöngjang vor, gegen den Vertrag ohnehin mehrmals verstoßen zu haben.

Am 23. November stieg Pjöngjang aus dem vor fünf Jahren geschlossenen Abkommen aus und kündigte an, Truppen und moderne Waffen entlang der Demarkationslinie stationieren zu wollen.

Nordkorea verteidigte den Start seines Aufklärungssatelliten, indem das Land auf sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung verwies. Außerdem stellte die nordkoreanische Führung weitere Satellitenstarts in Aussicht.

 Seoul startet zehn Tage nach Pjöngjang ebenfalls seinen ersten Spionagesatelliten

https://freedert.online/asien/188960-pjoengjang-warnt-krieg-zwischen-beiden-koreas-nur-noch-frage-der-zeit/

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