Deutschland im Abwärts-Taumel: OECD senkt Prognose

Putin zu Carlson: „Russland hat nicht die Absicht, die NATO anzugreifen“

9 Feb. 2024 09:58 Uhr

Moskau will nicht, dass die Welt in einen globalen Krieg hineinrutscht, sagte der russische Staatschef und beabsichtigt nicht, NATO-Mitgliedsstaaten anzugreifen, es sei denn, Russland wird zuerst angegriffen.

Russland habe nicht die Absicht, NATO-Mitgliedsstaaten anzugreifen und werde nur dann Vergeltung üben, wenn es zuerst angegriffen werde, sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Tucker Carlson.

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

Die westlichen Länder „versuchen, ihre eigene Bevölkerung mit einer imaginären russischen Bedrohung einzuschüchtern“, so Putin. Er fügte hinzu, dass „intelligente Menschen sehr wohl verstehen, dass das falsch ist“.

Carlson fragte den russischen Präsidenten, ob er sich „ein Szenario vorstellen könne, in dem Sie russische Truppen nach Polen schicken“. Putin antwortete:

„Nur in einem Fall: wenn es einen Angriff auf Russland von Polen aus gibt. Und warum? Weil wir keine Interessen in Polen, Lettland oder einem anderen [NATO-Mitglied] haben“.

Auf die Frage, ob er „territoriale Ziele auf dem gesamten Kontinent“ habe, sagte Putin, dass dies „absolut nicht infrage“ komme. Putin erklärte:

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Analyse

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„Man muss kein Analytiker sein, um zu verstehen, dass es dem gesunden Menschenverstand widerspricht, sich in einen globalen Krieg einzumischen. Ein globaler Krieg würde die gesamte Menschheit an den Rand der Zerstörung bringen.“

Putin argumentierte weiter, dass westliche Regierungen „Panikmache“ betreiben, um ihre Steuerzahler davon zu überzeugen, mehr Geld für die „Schwächung Russlands“ in der Ukraine und anderswo bereitzustellen.

Moskau hat wiederholt die anhaltende Osterweiterung der NATO und ihre Unterstützung für Kiew als eine der Hauptursachen für den derzeitigen Konflikt in der Ukraine genannt. Russische Beamte haben auch davor gewarnt, dass die Lieferung von Waffen und anderer militärischer Ausrüstung an die Ukraine nur zu einer weiteren Eskalation führt.

https://de.rt.com/international/195646-putin-zu-carlson-russia-has/

Putin zu Carlson: USA stecken hinter Nord Stream-Sabotage

https://de.rt.com/international/195639-putin-zu-carlson-usa-stecken/

. 2024 08:15 Uhr

Der russische Präsident sagte, die USA hätten ein klares Motiv gehabt, die Explosionen an den beiden Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022 zu inszenieren, und die CIA sei für den Angriff verantwortlich.

Putin zu Carlson: USA stecken hinter Nord Stream-Sabotage

Die USA hatten ein klares Motiv, die Sprengungen auf die beiden Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022 zu inszenieren und verfügten über die entsprechenden Mittel, sagte der russische Präsident Wladimir Putin dem US-amerikanischen Journalisten Tucker Carlson in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview.

Nord Stream 2 – Der wahre Grund für den Abscheu der US-Regierung

Die Pipelines, die gebaut wurden, um Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland zu liefern, wurden im September 2022 angegriffen. Mehrere EU-Länder haben Ermittlungen zu den Anschlägen eingeleitet, deren Ergebnisse jedoch noch nicht veröffentlicht wurden.

Auf die direkte Frage von Carlson, wer die Pipelines gesprengt habe, antwortete Putin: „Sie natürlich“, womit er auf die Vereinigten Staaten verwies. Putin erklärte:

„Vielleicht haben Sie persönlich ein Alibi, aber die CIA hat keines“.

„Ich werde nicht ins Detail gehen, aber wie man so schön sagt, muss man in solchen Fällen nach demjenigen suchen, der ein persönliches Interesse [an der Sabotage] hat“, sagte Putin und fügte hinzu, dass die Schlüsselfrage sei, „wer die Fähigkeit hatte“, den Bombenanschlag auszuführen.

„Nicht jeder kann sich Zugang zum Meeresboden der Ostsee verschaffen und eine Sprengung durchführen“, erklärte Putin und fügte hinzu, er sei überrascht über das Schweigen Deutschlands in dieser Angelegenheit.

Dritter Weltkrieg? Was Washington von Russland wirklich will

Putin und hohe Beamte in Moskau haben erklärt, dass die USA am meisten von den Sabotageakten profitierten, und verwiesen auf den öffentlichen Widerstand Washingtons gegen den Bau der Pipelines. Moskau beschuldigte den Westen, die Ermittlungen zu blockieren.

Im Jahr 2023 beschuldigte der preisgekrönte US-amerikanische Journalist Seymour Hersh die USA, die Nord Stream-Pipelines verantwortlich bombardiert zu haben. Das Weiße Haus wies die Anschuldigungen damals als „völlige Fiktion“ zurück.

Nach den Behauptungen von Hersh berichteten mehrere westliche Medien, dass ukrainische Staatsbürger an dem Angriff beteiligt waren. Kiew hat jegliche Verbindung zu den Sabotageakten bestritten.

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

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Putin zu Carlson: „Die Deutschen sind inkompetent“

9 Feb. 2024 12:12 Uhr

Die deutsche Regierung lasse sich eher von den Interessen des kollektiven Westens leiten als von ihren nationalen Interessen, erklärte Putin in dem Interview. „Das sind äußerst inkompetente Leute“, sagt er und klopft dabei auf den Holztisch: „Das ist es, was sie im Kopf haben.“

Putin zu Carlson: "Die Deutschen sind inkompetent"

Zum Thema Deutschland und Berlin  äußerte der russische Präsident sein Unverständnis darüber, dass die Bundesregierung die Ukraine so stark unterstützt und auf günstiges Gas aus Russland verzichtet. „Die Interessen Deutschlands werden vom kollektiven Westen gesteuert“, sagte Putin während des über zweistündigen Interviews mit Tucker Carlson.  

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

Für ihn sei das Handeln der Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP anders nicht zu erklären. Putin wiederholte seine Frage, warum Deutschland kein russisches Gas akzeptiere? „Lassen Sie uns normal existieren“, lautete Putins Botschaft an die Bundesregierung. „Aber sie tun es nicht, die Leute dort sind sehr inkompetent.“

Auch das Fehlen von Aufklärung über die Explosionen bei Nord Stream lässt sowohl Carlson als auch Putin mit fragenden Gesichtern zurück. Für Putin deutet alles darauf hin, dass der CIA hinter der Frage nach den Tätern steht. „Wir müssen uns fragen: Wer hat ein Interesse daran und wer ist in der Lage, auf den Grund der Ostsee zu gelangen und eine solche Operation durchzuführen?“, fragte Putin.

Das spiegelt wider, was Sahra Wagenknecht, Chefin der Partei  BSW, gesagt hat: Die aktuelle deutsche Regierung wird von Wagenknecht als „in Teilen inkompetent und planlos“ beurteilt. Die Sanktionen gegen Russland seien vor allem ein Schaden für Deutschland selbst. Und eine gefährliche Außenpolitik der Ampelkoalition bringe einen „Weltkrieg immer näher“.

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

https://de.rt.com/inland/195650-deutschen-sind-inkompetent-putin-zu

Putins Wort zu hören

Tucker Carlson in Moskau gesichtet – Spekulationen über mögliches Putin-Interview nehmen zu

https://odysee.com/@gunnarschuster:3/sie-wollen-nicht,-dass-du-das-wei%C3%9Ft-2:2?lid=watchlater

https://odysee.com/@BacktoBasics:e/Tucker-Carlson-Vladimir-Putin-interview:5

Bloomberg: „Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt“

Das Wirtschaftsportal Bloomberg verkündet heute ohne Umschweife, die Tage Deutschlands „als industrielle Supermacht“ seien „gezählt“. Die seit Monaten andauernde Energiekrise bedeute für viele Unternehmen den „Todesstoß“. Die Bundesregierung scheine „kein Rezept“ zu haben, wie der Niedergang von Industrie und Gewerbe aufgehalten werden könnte.

Zu den in Deutschland ohnehin schon überdurchschnittlich hohen Energiekosten komme der Ausfall günstiger und zuverlässiger Gaslieferungen aus Russland seit 2022 hinzu. Dabei geht es nicht nur um Gas als Energieträger, sondern auch als Rohstoff für die chemische Industrie.

Die Berliner Zeitung resümiert:

„Besonders stark davon betroffen ist die chemische Industrie. Aufgrund der noch in den Anfängen stehenden Umstellung auf sauberen Wasserstoff erwägt nahezu jedes zehnte Unternehmen eine dauerhafte Einstellung von Produktionsprozessen, wie aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands VCI hervorgeht. Europas größter Chemieproduzent, die BASF, plant den Abbau von 2600 Stellen, während Lanxess die Belegschaft um sieben Prozent reduziert.“

Die „Grundpfeiler“ des Industriestandorts Deutschland seien „wie Dominosteine“ umgefallen. Die USA hätten sich von Europa abgewandt und würben nun offen das industrielle Potenzial des Alten Kontinents ab – unter dem Etikett „Klimaschutzinvestitionen“. Auch China importiere immer weniger aus Deutschland.

Seit 2017 sei die Produktion des verarbeitenden Gewerbes rückläufig. Die Wettbewerbsfähigkeit sei im Sinken begriffen; Insolvenzen nehmen zu, und im vergangenen Jahr waren Schließungen im Industriebereich zu verzeichnen.

Auch wenn einzelne Mitglieder der Bundesregierung wie Finanzminister Christian Lindner (FDP) eingestehen, dass Deutschland „nicht mehr wettbewerbsfähig“ sei, habe Bloomberg Ungewissheit hinsichtlich des Regierungshandelns und eine „politische Lähmung“ festgestellt.

Die Infrastruktur sei marode, und das Bildungssystem weise erhebliche Mängel auf, die wegen des Fachkräftemangels zu wirtschaftlichen Verlusten in Billionenhöhen führen könnten.

Die Energiekrise spiele beim wirtschaftlichen Niedergang die entscheidende Rolle. Allerdings gebe es in Deutschland immer noch mittelständische Unternehmen, die die Substanz des Wirtschaftsstandortes ausmachen. So vertrete die Bundesbank die Auffassung, dass von einer umfassenden Deindustrialisierung keine Rede sein könne.

Abschließend zitiert die Berliner Zeitung die Bemerkung von Volker Treier, den „Außenwirtschaftschef“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Treier hatte erklärt:

„Man muss kein Pessimist sein, um zu sagen, dass das, was wir bisher tun, nicht ausreichen wird, um die Wirtschaftsstruktur Deutschlands und unseren Wohlstand über die nächsten zehn Jahre zu erhalten.“ Und weiter: „Die Geschwindigkeit des Strukturwandels ist schwindelerregend.“

https://de.rt.com/wirtschaft/150363-krisen-und-insolvenzticker

Deutschland im Abwärts-Taumel: OECD senkt Prognose

8 Feb. 2024 18:26 Uhr

Nach dem IWF senkt nun auch die OECD ihre Prognose für Deutschland. Um 0,3 Prozent soll die deutsche Wirtschaft wachsen.

Deutschland im Abwärts-Taumel: OECD senkt Prognose
Ohne praktikable Lösungen gegen den deutschen Abstieg: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Finanzminister Christian Lindner (FDP)

Von Gert Ewen Ungar

Die Experten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, haben ihre Prognose für Deutschland für das Jahr 2024 halbiert. Von der Herbstprognose, die für Deutschland bereits ein recht spärliches Wachstum von 0,6 Prozent vorhergesagt hat, ließ die OECD in ihrem aktuellen Ausblick gerade mal die Hälfte übrig. Um 0,3 Prozent soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wachsen. Damit landet Deutschland auf dem vorletzten Platz aller untersuchten Länder.

Die Weltwirtschaft soll insgesamt um 2,9 Prozent wachsen, allerdings sind die Wachstumsraten sehr ungleich verteilt. Der Westen schwächelt insgesamt. Das höchste Wachstum wird dabei für die USA prognostiziert. Aber auch sie verbleiben mit 2,1 Prozent unter dem Durchschnitt. Überdurchschnittliche Wachstumsraten finden sich vor allem im Globalen Süden. Indiens Wachstum prognostiziert die OECD mit 6,2 Prozent, das Wachstum Indonesiens mit 5,1 und Chinas mit 4,7 Prozent. Trotz umfassender Sanktionen erwartet die Organisation für Russland weiterhin positive Wachstumsraten. 1,8 Prozent sagt die OECD vorher. Russlands Wirtschaft wächst damit wesentlich stärker als die deutsche. 

https://de.rt.com/inland/195557-deutschland-im-abwaerts-taumel-oecd/

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