Russland steigert Käufe und gehört bereits zu größten Goldreservebesitzern der Welt

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Die weltweite Nachfrage nach Gold

7 Okt. 2024 18:03 Uhr

Die weltweiten geopolitischen Turbulenzen haben die Nachfrage nach Gold stark ansteigen lassen, sodass einige Länder nun kräftig zukaufen. Zu diesen Ländern gehört auch Russland, dessen Goldreserven bereits die von China, Indien und der Schweiz übertreffen.

Gold: Russland steigert Käufe und gehört bereits zu größten Goldreservebesitzern der Welt
Symbolbild

Die Zentralbanken der Welt haben bis Ende des Jahres 2023 1.037 Tonnen Gold gekauft – das zweitgrößte jährliche Kaufvolumen der Geschichte nach dem Rekordwert von 1.082 Tonnen im Jahr 2022. Neben Russland haben auch China, die Türkei, Polen und Indien in den letzten 10 Jahren aktiv Gold gekauft.

Das zunehmend schwierige geopolitische und finanzielle Umfeld treibt die Nachfrage nach Gold aktiver denn je an, schreibt das Portal RBK. Laut einer Umfrage des World Gold Council (WGC) beabsichtigt etwa ein Drittel der befragten Zentralbanken (29 Prozent), ihre Goldreserven im nächsten Jahr zu erhöhen – das ist der höchste Stand seit Beginn solcher Umfragen im Jahr 2018. „Die Aufstockung der Goldreserven durch die Zentralbanken wird laut der WGC-Umfrage durch drängende Finanzmarktsorgen angetrieben, darunter höhere Krisenrisiken und steigende Inflation“, so RBK weiter.

USA machen Russland ein prächtiges Geschenk

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Die fünf Länder mit den größten Goldreserven sind heute die Vereinigten Staaten, Deutschland, Italien, Frankreich und Russland. Wobei natürlich nur die USA, Frankreich und Russland unangefochten an der Spitze stehen, denn nur diese Länder halten ihre Goldreserven im Inland. Fast die Hälfte des Goldes von Deutschland und Italien befindet sich in den USA und im Vereinigten Königreich – nach den Erfahrungen mit den antirussischen Sanktionen kann man durchaus sagen, dass diese Reserven nicht wirklich Berlin und Rom gehören.

„Am 1. August des Jahres 2024 belief sich der Wert der Goldreserven in Russland auf einen Rekordwert von 179,6 Milliarden US-Dollar“, heißt es in dem Bericht auf dem Portal RBK. Die physische Masse des Goldes erreichte dabei 2.335,9 Tonnen. Die russische Zentralbank bewahrt die Goldreserven auf dem Territorium des Landes in ihren Tresoren mit einem mehrstufigen Sicherheitssystem auf. Das Gold wird in Münzen und Barren mit einem Feingehalt von mindestens 995 und einem Gewicht von 10 bis 14 Kilogramm gelagert.

Über das ganze Jahr 2024 hinweg haben die Medien über den ständigen Anstieg der Gold- und Devisenreserven der Russischen Föderation berichtet. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass Russland schon bald einen neuen Platz unter den ersten fünf Inhabern von Gold- und Devisenreserven in der Welt einnehmen wird.

https://rtde.podbean.com/e/abkehr-vom-us-dollar-zentralbanken-haben-wachsendes-interesse-an-gold/

https://de.rt.com/international/221698-russland-steigert-seine-goldkaeufe-und/

Zu Hause besser aufgehoben: Indien holt 100 Tonnen Gold aus Großbritannien in eigene Schatzkammer

Seit Jahren deckt sich Indien konsequent mit Gold ein. Allein im letzten Finanzjahr hat das asiatische Land 27,5 Tonnen des Edelmetalls hinzugekauft. Fast die Hälfte der indischen Goldreserven befindet sich aber im Ausland. Nun revidiert die Regierung in Neu-Delhi diese Politik.

Zu Hause besser aufgehoben: Indien holt 100 Tonnen Gold aus Großbritannien in eigene Schatzkammer
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Indiens Zentralbank hat neulich laut einem Medienbericht reichlich 100 Tonnen Gold aus Großbritannien in die eigene Schatzkammer befördert. Nach Angaben der Times of India war dies das erste Mal seit dem Jahr 1991, dass das asiatische Land eine solch große Menge Edelmetall nach Hause holte. Demnach könnte Indien in den kommenden Monaten die Aktion wiederholen und eine ähnliche Menge Gold in der eigenen Schatzkammer deponieren. Die vom Blatt zitierten Quellen erklärten die Maßnahme mit logistischen Gründen und dem Wunsch der Behörden, die Goldlagerstellen zu diversifizieren.

Weiterer Schritt zur Dedollarisierung – China verkauft Rekordmenge an US-Anleihen

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Die Beförderung einer solch großen Charge stellte die Regierung vor eine große logistische Herausforderung. Der Transport musste zwischen dem Finanzministerium in Neu-Delhi, der Zentralbank in Mumbai und den lokalen Behörden eng koordiniert werden. Zum Einsatz kam ein Sonderflugzeug. Es waren rigorose Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Stand Ende März dieses Jahres beliefen sich Indiens Goldreserven auf 822,1 Tonnen Gold. Fast 413,8 Tonnen davon wurden im Ausland gelagert. Allein im vergangenen Finanzjahr erwarb das asiatische Land 27,5 Tonnen des Edelmetalls.

Großbritannien ist seit Langem ein Ort, an dem zahlreiche Zentralbanken ihre Goldreserven aufbewahren lassen. Indien bildet da keine Ausnahme. Trotzdem wollen immer mehr Länder ihre Goldreserven gut aufgehoben wissen und bringen sie nach Hause. Beispielsweise haben auch Südafrika, Nigeria und Ghana Ende April einen Teil ihrer Goldreserven aus den USA zurückgeholt.

https://rtde.podbean.com/e/neue-weltordnung-erdgas-gegen-rubel-oder-gold-%e2%80%93-putins-schachzug-gegen-den-westen/

https://freedert.online/wirtschaft/207865-zu-hause-besser-aufgehoben-indien/

Länder Afrikas und des Nahen Ostens ziehen Goldreserven aus den USA ab

Die Entscheidung zur Rückführung von Goldreserven hat nicht nur symbolischen Charakter, sondern spiegelt tatsächlich ein tieferes Unbehagen einiger Länder über die Entwicklung der USA wider, insbesondere angesichts der Drohung, Russlands Reserven einfach zu stehlen.

Länder Afrikas und des Nahen Ostens ziehen Goldreserven aus den USA ab
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Im Zuge wachsender Besorgnisse auch über die Stabilität der US-amerikanischen Wirtschaft haben mehrere Länder Afrikas und des Nahen Ostens in den letzten Monaten begonnen, ihre Goldreserven aus den Vereinigten Staaten von Amerika abzuziehen. Dieser Trend stellt eine bedeutende Veränderung der globalen Wirtschaftsdynamik dar und unterstreicht die zunehmende Skepsis dieser Staaten gegenüber dem traditionellen Status des US-Dollar und der US-amerikanischen Finanzinstitute als sicherer Hafen.

Anteil der US-Dollar-Zahlungen an den weltweiten Abwicklungen über SWIFT fällt ab

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Die Entscheidung, nationale Goldreserven zu repatriieren, hat nicht nur symbolischen Charakter, sondern ist Ausdruck eines tieferen Unbehagens dieser Länder über die Entwicklung der USA. Zu den Ländern, die zu solchen Maßnahmen greifen, gehören Nigeria, Südafrika, Ghana, Senegal, Kamerun, Algerien, Ägypten und Saudi-Arabien, die allesamt wichtige Regionen in Afrika und dem Nahen Osten repräsentieren. Ihre zunächst finanzpolitischen Maßnahmen werfen Fragen über die Zukunft des US-Dollars als die lange Zeit wichtigste Reservewährung der Welt auf.

Die sich verschlechternde Lage der US-Wirtschaft ist der Hauptgrund für diesen Rückruf nationaler Reserven. Die anhaltende Inflation, die steigende Verschuldung und die Besorgnis über die Fähigkeit der Federal Reserve Bank, eine stabile Geldpolitik zu gewährleisten, haben das Vertrauen in den US-Dollar geschwächt. Darüber hinaus haben geopolitische Spannungen und politisch hervorgerufene Unsicherheiten in den Handelsbeziehungen Befürchtungen ausländischer Regierungen weiter geschürt.

Wie andere Zentralbanken hat auch die russische Zentralbank einen Teil ihrer Gold- und Devisenreserven in liquiden Mitteln wie wichtigen Währungen, Gold und Staatsanleihen angelegt. Etwa die Hälfte dieser Reserven wurde im Westen aufbewahrt. Die russische Zentralbank hat bestätigt, dass Vermögenswerte im Wert von etwa 300 Milliarden US-Dollar im Westen eingefroren worden sind. Die Gefahr, dass diese Vermögenswerte von den westlichen Ländern eigenmächtig und illegal konfisziert werden, wächst weiter.

Für die Länder Afrikas und des Nahen Ostens ist daher die Sicherung ihrer Goldreserven nicht nur eine Frage der wirtschaftlichen Vorsicht, sondern auch ein politisch-strategisches Gebot. Gold gilt seit jeher als Wertanlage in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen und bietet eine Absicherung gegen Währungsabwertung und geopolitische Instabilität. Durch die Rückführung ihrer Goldreserven wollen sich diese Länder vor möglichen finanziellen Verlusten schützen und ihren nationalen Reichtum innerhalb ihrer geografischen Grenzen sichern.

Nigeria beschloss als die größte Volkswirtschaft Afrikas Anfang des Jahres, seine in den Vereinigten Staaten von Amerika gehaltenen Goldreserven zu repatriieren. Dieser Schritt wurde im Land unterstützt, da auch nigerianische Beamte Bedenken hinsichtlich der langfristigen Stabilität der US-Wirtschaft und der Notwendigkeit einer Risikodiversifizierung äußerten. Ähnlich äußerten sich auch andere Länder in der Region, was auf einen allgemeinen Trend zur Neubewertung traditioneller wirtschaftlicher Abhängigkeiten hinweist.

Die Entscheidung Saudi-Arabiens im Nahen Osten, seine Goldreserven aus den USA abzuziehen, löste einen Schock auf den Weltmärkten aus. Als einer der weltweit größten Ölexporteure und damit als ein Dreh- und Angelpunkt der Weltwirtschaft unterstreicht Saudi-Arabien mit seinem Schritt die wachsende Desillusionierung gegenüber dem US-Finanzsystem. Dieser Schritt des saudischen Königreichs wird als strategisches Manöver zum Schutz seines Finanzvermögens mitten in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten in der Region angesehen.

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Ägypten und Südafrika haben als zwei weitere große Volkswirtschaften ebenfalls Schritte unternommen, um ihre Goldreserven zu repatriieren, was wohl auf eine koordinierte Anstrengung der Länder Afrikas und des Nahen Ostens hindeutet, ihre Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Risiken der USA zu verringern. Während sich die unmittelbaren Auswirkungen auf die US-Wirtschaft in Grenzen halten mögen, sind die langfristigen Folgen dieses Trends tiefgreifend und könnten die Landschaft der globalen Finanzwirtschaft erheblich umgestalten.

Der Abzug von Goldreserven aus den Vereinigten Staaten durch die Länder Afrikas und des Nahen Ostens stellt eine Verschiebung im internationalen Finanzwesen dar. Er spiegelt einen Vertrauensverlust in die traditionellen Säulen der Weltwirtschaftsordnung wider und unterstreicht die Notwendigkeit von neuen Strategien zur Diversifizierung und zum Risikomanagement. In dem Maße, wie diese Länder eine größere Kontrolle über ihre nationalen Vermögen wiedererlangen, wird sich das Kräfteverhältnis in der Weltwirtschaft deutlich verändern, was weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft des internationalen Finanzwesens haben wird.

https://freeassange.rtde.life/wirtschaft/204333-nach-diebstahl-russischer-reserven-ziehen/

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