Die digitale Demenz

Weidel vs. Wagenknecht

Wagenknecht hatte in der Sendung behauptet, Björn Höcke, der AfD-Vorsitzende von Thüringen, habe die Absicht, „20 bis 30 Millionen“ Menschen aus Deutschland zu „remigrieren“. Höcke spricht von einer „dreisten Falschbehauptung„, die die BSW-Chefin „in den letzten Wochen wiederholt“ gegen ihn vorgetragen habe, und will nun gegen Wagenknecht rechtlich vorgehen, wie unter anderem WeltBildRND und t-online schreiben.

„Wir wissen sehr gut, dass alternative Stimmen im Westen unterdrückt werden“

13 Okt. 2024 

Von Dagmar Henn

Überall und jederzeit leicht verfügbare Information, das scheint der Gewinn des digitalen Zeitalters zu sein. Aber die Folgen könnten am Ende ganz anders aussehen und das kollektive menschliche Gedächtnis unabsehbar schädigen.

Als der Buchdruck um das Jahr 1830 erfunden wurde, waren die Auswirkungen auf die Entwicklung der Wissenschaft enorm. Der Buchdruck sorgte für viele absolut identische Kopien…

Während für lange Zeit das Lateinische die Funktion erfüllte, die derzeit in vielen wissenschaftlichen Bereichen das Englische erfüllt  eine gemeinsame Sprache zu liefern, die ein großes Gespräch über Zeit und Raum hinweg ermöglichte, war es der Buchdruck, der die dafür nötige Verlässlichkeit der zugrunde liegenden Information sicherstellte.

„Deep Fakes“

Vermutlich jeder hat die Debatte um „Deep Fakes“ bereits mitbekommen, in der es um die Möglichkeit geht, mit großen Rechnerkapazitäten Videos zu fälschen (Bilder fälschen kann längst jeder, der Photoshop bedienen kann und ein gewisses ästhetisches Gespür besitzt).

Inzwischen ist es möglich, einer Person in Echtzeit Gesicht und Stimme einer anderen zu verpassen; aber auch die Möglichkeiten, Daten aus einer Aufnahme in eine andere zu kopieren, sind gewaltig.

Das heißt, während uns das Bild immer noch als verlässlichere Abbildung der Wirklichkeit gilt als Text oder Ton, hat sich dies tatsächlich längst verflüchtigt. Aber es gibt, wenn wir beim Video bleiben, noch keine Technologie, die Aufnahmen mit Geolokalisierung und Zeitstempel zertifiziert.

Allerdings ist das gerade die Oberfläche des Problems. Da spielt die zunehmende Verbreitung von Cloud-Speichern eine Rolle, was letztlich bedeutet, seine Daten einer der gigantischen Internetfirmen auszuliefern.

Oder die Tatsache, dass digitale Bücher, die beispielsweise auf Kindle gespeichert werden, durchaus von außen gelöscht werden können.

Oder digitale Dokumente wesentlich leichter zu fälschen sind als analoge.

Eine raumfüllende Bibliothek passt auf einen einzelnen Stick, und wenn man mit ihr umziehen will, braucht man keine Kistenschlepper für Dutzende Bücherkartons, sondern nur eine Hosentasche. Man kann sogar alles kopieren und verschicken.

Neben der fehlenden Absicherung gegen Fälschungen und Fehler wäre ein rein digitales kollektives Gedächtnis (zu dem Dokumente, Bücher und Noten gezählt werden müssen) auch schneller und einfacher zu zerstören als ein analoges. So angenehm die Bibliothek in der Hosentasche ist, ein einziger starker elektromagnetischer Impuls löscht sie aus.

Besagte elektromagnetische Impulse sind unter anderem bei einer der neueren Waffengattungen, den elektronischen Kampfmitteln, verbreitet. Hypothetische Pläne über nukleare Kriege starten oft mit einer in großer Höhe gezündeten Atombombe, die durch einen solch starken elektromagnetischen Impuls die gesamte digitale Kommunikation zum Stillstand bringt.

Und was, wenn in einer völlig vernetzten Welt eine dieser fälschlich künstliche Intelligenz genannten Großrechenmaschinen den Auftrag erhielte, einen bestimmten Text in jeder digitalen Kopie aufzuspüren und zu löschen?

Maschine bleibt Maschine

(Dieses Bild wurde mit der Bilder-KI Midjourney generiert. Der Prompt lautete: „robot sitting next to computer, laboratory background, dystopian mood, highly detailed“)

Was, wenn der woke Mob sich nicht darauf beschränkt, historische Gestalten wie beispielsweise Martin Luther von Denkmälern zu stürzen, sondern beginnt, die Spuren selbst zu tilgen, in Gestalt von Texten und Dokumenten?

Und wenn man eine Möglichkeit schaffen wollte, zertifizierte digitale Kopien zu schaffen, die besonders abgesichert aufbewahrt werden, wer darf zertifizieren und wer aufbewahren? Einem Privatunternehmen wie Google könnte man in diesem Zusammenhang keinesfalls vertrauen; aber könnte man es den heutigen westlichen Staaten mit ihrem Drang nach absoluter Kontrolle?

Derzeit jedenfalls ist die ganze ungeheure digitale Datenflut eher eine Ersetzung des analogen Buchdrucks durch eine digitale Schreibmanufaktur, mit allen damit verbundenen Fehlerquellen und Gefahren, während im Hintergrund schon eine neue Bücherverbrennung lauert. Die Risiken, die sich daraus ergeben, müssen aber erst ins allgemeine Bewusstsein dringen, ehe sie unter Kontrolle gebracht werden können.

Russen als Menschen gezeigt – Filmfestival entfernt Doku „Russen im Krieg“

„Wir wissen sehr gut, dass alternative Stimmen im Westen unterdrückt werden“

https://rumble.com/v5c4f8y-sacharowa-wir-wissen-sehr-gut-dass-alternative-stimmen-im-westen-unterdrckt.html

https://de.rt.com/meinung/222049-digitale-demenz/

Maschine bleibt Maschine, auch wenn sie künstliche Intelligenz genannt wird

Künstliche Intelligenz in ihrer ganzen Variation entwickelt sich rasend schnell – Verständnis und Logik inkludiert das Lernen von Maschinen dennoch nicht

Alexander Amon

17. März 2023

Der Mensch liebt die Vermenschlichung. Disney lebt davon, Löwen menschliche Züge zu verleihen. Elon Musk baut Androiden, also Roboter, die einem Menschen täuschend ähnlich sehen sollen. Und auch der hilfreichen PC-Büroklammer Clippy hat Microsoft 1996 menschliche Züge verliehen.

Musk und Microsoft

So verwundert es nicht, dass wir auch im Gespräch mit künstlicher Intelligenz immer an eine Kommunikation mit einem Menschen denken. Dank des Hypes rund um ChatGPT haben sich in den letzten Monaten viele mit der KI auseinandergesetzt und das Internet mit Gesprächen, Rechenaufgaben und von der KI geschriebenen Geschichten geflutet.

Entstanden ist die eindrucksvolle Software in den USA, genauer gesagt beim 2015 gegründeten Unternehmen OpenAI. Dank Geldgebern wie Elon Musk oder Microsoft gab es die nötigen finanziellen Mittel für diese Open-Source-Basis, die jedermann zur Verfügung gestellt werden soll. Mit GPT-4 wurde nun die neueste Version dieser Software veröffentlicht, die neben Text jetzt auch Bilder erkennen und verarbeiten kann. Ein Foto des halbbefüllten Kühlschranks reicht, und schon schreibt die neue Software ein damit mögliches Rezept. Auch eine handgeschriebene Idee einer Website kann von GPT-4 in Codezeilen für einen realen Webauftritt verwandelt werden.

Ich bin menschlich

Der Hype wird vor allem von der Tech-Blase getragen, die schon fünf Schritte weiter über Möglichkeiten fantasiert, die mit einer solchen Basis denkbar sind. Die Erwartungshaltung sollte allerdings im passenden Rahmen gehalten werden. Der oftmals missverstandene Begriff der „Intelligenz“ basiert bei Software wie GPT-4 auf maschinellem Lernen. Durch das monatelange Abgrasen von Millionen Dokumenten findet die KI heraus, welche Antwort die wahrscheinlichste ist. Mit echtem Verständnis hat das nichts zu tun.

„Ich bin ein menschliches Wesen“, antwortet ChatGPT, wenn man es nach einer subtil formulierten Lüge fragt – und beweist dabei viel Selbsterkenntnis. Versuchen wir also dieser KI den menschlichen Umhang abzunehmen, auch wenn sie heute zum Kopf des Tages gekürt wurde. Sie ist ein Tool, wie einst Clippy. Mehr aber auch nicht. (Alexander Amon, 17.3.2023)

https://www.derstandard.de/story/2000144571429/maschine-bleibt-maschine-auch-wenn-sie-kuenstliche-intelligenz-genannt-wird

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