Die Staaten Europas verlieren aufgrund ihrer zunehmenden Militarisierung das Recht, an Verhandlungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts teilzunehmen, erklärt Russlands Außenministerium. In einer Mitteilung anlässlich des Erlasses von Resolutionen zur Ukraine durch die UN-Generalversammlung und den UN-Sicherheitsrat heißt es:
„Insgesamt zeigen die Diskussionen und Abstimmungen auf der Plattform der UNO klar, dass in der Weltgemeinschaft ein Bedürfnis nach Frieden besteht. Die Europäer, die fest den Weg des Militarismus eingeschritten und damit aus gutem Grund das Recht verloren haben, an Verhandlungen zur Lösung der Ukraine-Krise teilzunehmen, finden sich immer mehr in der Isolation wieder.“
Im Gegensatz dazu weisen die Länder der Weltmehrheit einen zunehmenden Realitätssinn und ein Bestreben auf, den Konflikt schnellstmöglich zu lösen, hob die Behörde weiter hervor. Die von den USA vorgeschlagene Resolution zur Ukraine sei ein Schritt in die richtige Richtung und demonstriere den Willen der neuen US-Administration, einen Beitrag zur Lösung der Krise zu leisten.
25 Feb. 2025 13:39 Uhr
Washington kritisiert feindselige UN-Resolutionen als hinderlich für die Lösung des Ukraine-Konflikts. Während die USA auf neutrale Formulierungen ohne eine Verurteilung Russlands setzen, sieht Moskau die jüngste UN-Resolution als Ausgangspunkt für Verhandlungen.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte in einem Interview mit Breitbart News, dass feindselige Resolutionen der UN-Generalversammlung nicht zur Beilegung des Ukraine-Konflikts beitragen. Er kommentierte damit das jüngste Abstimmungsergebnis in der UNO:
„Wenn die UNO im 21. Jahrhundert eine sinnvolle Rolle spielen will, muss sie zu ihrer ursprünglichen Mission zurückkehren: Kriege und Konflikte zu verhindern und zu beenden.“

UN-Generalversammlung nimmt zwei Resolutionen zur Ukraine an
US-Außenminister Rubio kritisiert UN wegen antirussischer Ukraine-Resolution
Rubio betonte, dass die USA versucht hätten, die Ukraine zur Zusammenarbeit zu bewegen, doch Kiew habe sich entschieden, an seinem eigenen Resolutionsentwurf festzuhalten. Er sprach auch über einen US-amerikanischen Vorschlag im UN-Sicherheitsrat, der seiner Meinung nach „ausgewogene Formulierungen“ enthalten hat. „Vereinfacht gesagt stand in dem Dokument, dass Krieg schlecht ist, dass schon zu viele Menschen gestorben sind und dass der Konflikt beendet werden muss.“ Washington habe nicht erwartet, mit dieser Resolution den Krieg zu beenden, sehe sie aber als einen Beitrag zum Frieden.
US-Resolution im UN-Sicherheitsrat
Am 24. Februar verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die US-Resolution zur Ukraine. Dabei wurden sowohl antirussische Änderungsanträge europäischer Staaten als auch Russlands Vorschläge zur Präzisierung der Konfliktbewertung abgelehnt.
Das in neutralem Ton gehaltene Dokument fordert ein Ende des Konflikts und eine langfristige Friedenslösung. Es besteht aus zwei Präambeln, die der Opfer des Konflikts gedenken und die Rolle der UNO für Frieden und Sicherheit unterstreichen. Der operative Abschnitt ruft zu einer raschen Konfliktbeilegung und einem dauerhaften Frieden zwischen der Ukraine und Russland auf. Zehn Staaten, darunter Russland, China und die USA, stimmten dafür, fünf enthielten sich. Gegenstimmen wurden keine abgegeben.
Geänderte Resolution in der UN-Generalversammlung
Kurz zuvor hatte auch die UN-Generalversammlung die US-Resolution zur Ukraine angenommen. Allerdings wurde der ursprüngliche Text durch westliche Staaten erheblich überarbeitet und verlor dabei seine neutrale Ausrichtung. Washington verzichtete daraufhin auf die Unterstützung seines eigenen Entwurfs.
USA drängen Ukraine, UN-Resolution zum Ukraine-Konflikt zurückzuziehen
In der verabschiedeten Resolution wird Moskau aufgefordert, „unverzüglich, vollständig und bedingungslos alle seine Streitkräfte vom Territorium der Ukraine abzuziehen“. Zudem enthält das Dokument die übliche einseitige Forderung an Russland, die Kampfhandlungen einzustellen, während die terroristischen Angriffe Kiews auf Zivilisten in Russland sowie die Präsenz ukrainischer Streitkräfte im Gebiet Kursk nicht erwähnt oder verurteilt werden. Ebenso fehlt ein Hinweis auf das in der UN-Charta verankerte Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Resolution wurde von 93 Staaten unterstützt, 18 stimmten dagegen, 65 enthielten sich. Der Entwurf war von der Ukraine in Zusammenarbeit mit über 50 Staaten eingebracht worden.
Moskau und USA: Resolution als Verhandlungsbasis
Russlands ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Wassili Nebensja erklärte, Moskau sehe die vom Sicherheitsrat angenommene US-Resolution als Ausgangspunkt für weitere Bemühungen zur friedlichen Beilegung der Ukraine-Krise.
