6 Mär. 2025
Inmitten des eskalierenden Handelsstreit zwischen Washington und Peking wird auch die Tonlage zwischen den beiden Kontrahenten rauher. Die USA seien zu einer militärischen Konfrontation bereit, so US-Verteidigungsminister Hegseth. Zuvor hieß es aus Peking, man sei zu „jeder Art von Krieg“ bereit.

Die USA sind bereit, gegen China in den Krieg zu ziehen, wenn es nötig ist. Das hat das Pentagon bekannt gegeben, nachdem Peking mit Strafzöllen gedroht hatte, was eine weitere Eskalation im laufenden Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt darstellt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stellte die Position der Vereinigten Staaten am frühen Mittwochmorgen in einem Interview mit Fox News klar und reagierte damit auf die chinesische Botschaft in den USA, die erklärt hatte, Peking sei bereit, „jede Art von Krieg“ zu führen.

Peking warnt Trump: China zu jeder Art von Krieg gegen USA bereit
„Wir sind bereit“, sagte Hegseth und fügte hinzu:
„Wer sich nach Frieden sehnt, muss sich auf Krieg vorbereiten.“
Dies sei der Grund, warum die USA ihr Militär wieder aufbauten und die „Abschreckung im Ethos des Kriegers“ wiederherstellten.
„Wir leben in einer gefährlichen Welt mit mächtigen, aufstrebenden Ländern, die sehr unterschiedliche Ideologien haben. Sie erhöhen ihre Verteidigungsausgaben rapide, modernisieren ihre Technologie und wollen die Vereinigten Staaten verdrängen“, so der Minister.
Hegseth betonte, dass die Aufrechterhaltung der militärischen Stärke der Schlüssel zur Konfliktvermeidung sei. „Wenn wir einen Krieg mit den Chinesen oder anderen verhindern wollen, müssen wir stark sein“, sagte er.
Der Pentagon-Chef betonte auch, dass US-Präsident Donald Trump eine „großartige Beziehung“ zu seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping pflege und dass eine Zusammenarbeit und Partnerschaft angestrebt werde, wo dies möglich sei. Hegseth betonte jedoch, dass seine Aufgabe als Verteidigungsminister darin bestehe, die Bereitschaft für eine mögliche Konfrontation sicherzustellen.
China hatte am Dienstagabend gewarnt, dass es reagieren würde, wenn die USA einen Handels- oder Zollkrieg anzettelten, nachdem Trump beschlossen hatte, die Zölle auf chinesische Importe von 10 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Diese Zölle kamen zu den Zöllen von bis zu 25 Prozent hinzu, die die Trump-Administration bereits 2018 und 2019 auf US-Einfuhren aus China im Wert von rund 370 Milliarden US-Dollar verhängt hatte.
„Wenn die USA Krieg wollen, sei es ein Zollkrieg, ein Handelskrieg oder irgendeine andere Art von Krieg, sind wir bereit, bis zum Ende zu kämpfen“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lin Jian in einer Erklärung, die auch von der Botschaft des Landes aufgegriffen wurde.

China: Deutliche Erhöhung des Verteidigungsbudgets
Als schnelle Reaktion auf Trumps Maßnahmen kündigte Peking Zollerhöhungen von 10 bis 15 Prozent auf eine Reihe US-amerikanischer Agrar- und Lebensmittelprodukte an. Außerdem hat die Regierung der Volksrepublik 25 US-Unternehmen unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken mit Export- und Investitionsbeschränkungen belegt.
Peking hat darüber hinaus eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht, in der es behauptet, dass die US-Zölle gegen internationale Handelsregeln verstoßen, und hat Washington aufgefordert, den Streit im Dialog zu lösen.
Die Handelsspannungen zwischen den USA und China flammten 2018 während Trumps erster Amtszeit auf, als er unter dem Vorwurf unfairer Handelspraktiken und des Diebstahls geistigen Eigentums Zölle auf chinesische Waren verhängte. Dieser Schritt löste eine Eskalation aus, die zu einer Störung der globalen Märkte und Lieferketten führte.
Mehr zum Thema – EU-Außenbeauftragte: Wollen wir China schlagen, dürfen wir uns Russland nicht beugen
https://de.rt.com/international/238776-us-verteidigungsminister-hegseth-usa-bereit/
„Das werden wir nicht tun“ – Putin schließt Zugeständnisse im Ukraine-Konflikt aus
6 Mär. 2025 17:13 Uhr
Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, dass Russland eine Version des Friedens in der Ukraine benötige, die eine Perspektive für lang anhaltende Ruhe und eine stabile Entwicklung in einem sicheren Umfeld gewährleistet. Er schloss jegliche Zugeständnisse seitens der russischen Seite in dieser Frage aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sich zur Situation um den Ukraine-Konflikt. Russland werde keine Zugeständnisse machen, versicherte er bei einem Treffen. Russland werde nur eine passende Friedensoption akzeptieren, sagte Putin.
Eine Teilnehmerin der Veranstaltung, die über die Heldentat ihres gefallenen Sohnes sprach, betonte, dass die Russische Föderation bis zum Ende durchhalten muss und niemandem nachgeben dürfe. „Das werden wir nicht tun“, sagte der Staatschef und fügte hinzu, dass die Russische Föderation nichts Fremdes brauche, aber auch nicht das Eigene aufgeben werde. Der Sohn der anwesenden Mutter starb bei den Kämpfen im Ukraine-Krieg.
Meinung
Deutschland bereitet sich auf Krieg vor – und das ist kein Witz
„Wir müssen für uns selbst eine Friedensoption wählen, die zu uns passt und unserem Land eine Perspektive für lang anhaltende Ruhe sichert. Wir benötigen eine Option, die eine stabile Entwicklung unseres Landes in Frieden und Sicherheit gewährleistet. Wir brauchen nichts Fremdes, aber wir werden unser Eigenes nicht aufgeben“, sagte der Präsident während des Treffens mit Mitarbeitern der Stiftung „Verteidiger des Vaterlandes“.
Als Hauptbedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten nannte Putin den Rückzug der ukrainischen Streitkräfte aus den Gebieten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie der Regionen Cherson und Saporoschje. Dazu gehört auch die Weigerung der Ukraine, der NATO beizutreten. Die russischen Behörden schließen die Möglichkeit territorialer Zugeständnisse aus.
Gleichzeitig fordert die Ukraine Sicherheitsgarantien von den USA und europäischen Ländern. Frankreich und Großbritannien schlagen vor, Friedenstruppen auf dem Territorium des Landes zu stationieren. Moskau lehnt diese Idee strikt ab.
Putin: Napoleon-Debakel ist vergessen
Im Laufe des Gespäches mit den Mitarbeitern der Stiftung kam Putin auf die Geschichte des gefallenen Soldaten noch mal zurück. Diese hat ihn sichtlich betroffen. Die Mutter des Soldaten erzählte, dass er nur 21 Jahre war und sein Leben opferte um den sicheren Rückzug seiner Kampfkameraden zu ermöglichen. Er täuschte seine eigene Kapitulation vor und lieferte dabei einen Gefecht, bei dem er mehrere gegnerische Soldaten tötete.
Putin sagte, dass Russland wegen Fähigkeit der Russen zur solchen Aufopferung unbesiegt für seine Gegner bleibt. Putin zufolge beruhten die Fehler der Feinde darauf, dass sie den Charakter des russischen Menschen unterschätzt hätten. Er kam auf die jungsten Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zurück.
„Manche Menschen wollen immer noch in die Zeit Napoleons zurückkehren und vergessen, wie sie geendet hat“, sagte Putin.
Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache eine Reihe von scharfen Äußerungen über die Russische Föderation getätigt. Er sagte, dass Russland eine Bedrohung für Frankreich und Europa darstelle und dass Europas Sicherheit nur mit einem „pazifisierten“ Russland möglich sei.
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