Die Bürger Europas machten bei Wahlen deutlich, dass sie keinen Krieg mit Russland wollten. Dennoch schürten einige europäische Staats- und Regierungschefs die Spannungen weiter, erklärt der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Sitzung der Militärisch-Industriellen Kommission.
Russland habe keinerlei aggressive Absichten gegenüber Europa und den europäischen Staaten, betont Putin. Dafür gebe es „überhaupt keine Grundlage“. Russland sei vielmehr bereit, mit seinen europäischen Nachbarn zusammenzuarbeiten und die Beziehungen zu ihnen wiederherzustellen.
Zugleich wirft Putin europäischen Politikern vor, mit einer angeblichen Bedrohung durch Russland ihre sinkenden Zustimmungswerte retten und Fehler in der Wirtschafts- und Sozialpolitik verdecken zu wollen. Um ihre Position und die aus seiner Sicht übermäßigen Ausgaben für die Ukraine zu rechtfertigen, brächten sie verschiedene Argumente vor, darunter die Behauptung einer russischen Bedrohung.
Mit Blick auf die Ukraine erklärt Putin, die Macht in Kiew sei von einer „Gruppe von Veruntreuern und Korrupten“ usurpiert worden. Diese benötige den Krieg, um ohne Wahlen an der Macht zu bleiben und sich weiter die Taschen mit dem Geld ihrer Sponsoren zu füllen, darunter auch aus Europa. Das ukrainische Regime könne keine Demokratie verteidigen, weil es selbst zu einer Diktatur „verkommen“ sei.
„Wie bekannt, finden in der Ukraine keine Wahlen statt“, sagt Putin. Die ukrainische Führung beeile sich bekanntlich nicht, Wahlen abzuhalten, versuche aber zugleich, Wahlen in Russland zu verhindern, fügt Putin hinzu.
